Direkt zum Inhalt

Entscheidungsregeln

Geprüftes Wissen

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Kriterien zur Auswahl der Entscheidung des Entscheidungsträgers zwecks Erreichung seiner Ziele: Vorschriften, die in jeder Entscheidungssituation bei hinreichend gegebenen Bedingungen (i.d.R. Vorliegen einer Entscheidungsmatrix) eindeutig festlegen, welche Aktion bei gegebenen Ergebnissen bzw. Nutzenwerten aus der Menge verfügbarer Aktionen auszuwählen ist.

    2. Einteilung nach dem Sicherheitsgrad der Informationen über die Umweltzustände: a) Entscheidungsregeln bei Sicherheit: Die Umweltzustände sind bekannt (lineare Optimierung); auch als „unechte” Entscheidung bezeichnet.

    b) Entscheidungsregeln bei Risiko: Den Umweltzuständen zi können Wahrscheinlichkeitsmaße pi zugeordnet werden (Bayes-Regel, Bernoulli-Prinzip).

    c) Entscheidungsregeln bei Unsicherheit: Wahrscheinlichkeitsmaße pi sind nicht bekannt (Minimax-Regel, Maximax-Regel, Hurwicz-Regel, Laplace-Regel, Savage-Niehans-Regel); von geringer praktischer Relevanz im ökonomischen Anwendungsbereich, da sie i.d.R. vorhandene Informationen der Entscheidungsträger über die Eintreffwahrscheinlichkeit der Umweltzustände nicht berücksichtigen, aber von größerer Bedeutung in der Spieltheorie.

    Vgl. auch lexikografische Auswahlregel.

    GEPRÜFTES WISSEN
    Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
    Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
    Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Bücher auf springer.com