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Multifaktor-Matrix

Definition

Darstellung der Geschäfte eines Unternehmens (im Sinn der Vorgehensweise einer Portfolio-Analyse) nach den beiden Dimensionen „Marktattraktivität“ (Deckungsbeitragssumme aller Wettbewerber) und „relative Wettbewerbsstärke“ (anteiliger Deckungsbeitrag des Unternehmens in Prozent), zu mehreren Zeitpunkten (z.B. für 1987, 1997 und 2000) bewertet und positioniert.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Darstellung der Geschäfte eines Unternehmens (im Sinn der Vorgehensweise einer Portfolio-Analyse) nach den beiden Dimensionen „Marktattraktivität“ (Deckungsbeitragssumme aller Wettbewerber) und „relative Wettbewerbsstärke“ (anteiliger Deckungsbeitrag des Unternehmens in Prozent), zu mehreren Zeitpunkten (z.B. für 1987, 1997 und 2000) bewertet und positioniert. Verbindet man diese Positionierungen pro Geschäft zu einer Zeitreihe untereinander, so ergibt sich eine grafische Darstellung des „Kurses“ des eigenen Geschäfts im Wettbewerb.

    2. Vorgehensweise: a) Zuerst wird der Handlungsspielraum für mögliche Innovationen in den Strategien analysiert. Dazu wird das Geschäftssystem bzw. die unternehmensinterne Wertschöpfungskette (Wettbewerbsstrategie) rekonstruiert; dies ist die Abfolge der Schritte, mit denen ein Unternehmen in einem gegebenen Geschäft seine Güter und Dienstleistungen produziert und an den Kunden bringt. Jede dieser Wertschöpfungsstufen wird daraufhin untersucht, auf welche Art und Weise im Verhältnis zu den Wettbewerbern die Funktion der Stufe erfüllt wird, ob neue Wege gegangen werden können und wenn ja, wie sich diese Innovationen auf die Wettbewerbsposition und das übrige Geschäftssystem auswirken.

    b) Aus dieser Analyse werden dann die sog. Haupterfolgsfaktoren ermittelt, die Faktoren, die dem Unternehmen die größten Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber Wettbewerbern gewähren. Um derartige Differenzierungsmöglichkeiten innerhalb der Haupterfolgsfaktoren zu generieren, werden die sog. strategischen Freiheitsgrade ermittelt, die beim Einsatz des jeweiligen Faktors die größten Wettbewerbschancen versprechen.

    c) Aus den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten wird dann als Strategie die Kombination ausgewählt, die den größtmöglichen Kundennutzen zu niedrigsten Kosten verspricht. Die Menge der derart ermittelten Geschäftsfeldstrategien wird schließlich zur Grundlage der Multifaktor-Matrix gemacht, um so die Investitionsprioritäten festlegen und Finanzierungsbeschränkungen erkennen zu können.

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