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Business Process Model and Notation (BPMN)

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Die Business Process Model and Notation (BPMN) ist ein Industriestandard der Object Management Group (OMG) und dient der grafischen Darstellung und Modellierung von Geschäftsprozessen.

    2. Merkmale: Die einzelnen Aufgaben, die in einem Geschäftsprozess zu erledigen sind, werden durch „Tasks“ dargestellt. Deren Abfolge wird durch Entscheidungspunkte („Gateways“) und Kontrollverbindungen („Sequence Flow“) festgelegt. Mit diesen Elementen lassen sich auch parallele Abläufe erzeugen und synchronisieren. Die Zuständigkeitsbereiche der Personen, die an einem Prozess beteiligt sind, lassen sich mit „Swimlanes“ (bildlich vorzustellen wie eine Bahn im Schwimmbad) darstellen. Bei unternehmensübergreifenden Prozessen werden sog. „Pools“ zur Darstellung einzelner Geschäftspartner verwendet. Der notwendige Informationsaustausch zwischen den Partnern kann mit „Message Flow“-Verbindungen modelliert werden. Eine Reaktion auf bes. Ereignisse kann mit „Events“ definiert werden. Außerdem können zusätzliche Daten in ein Prozessdiagramm integriert werden, so können „Annotations“ zu Dokumentationszwecken verwendet werden.

    3. Ziele: BPMN bezweckt eine Vereinheitlichung der verschiedenen Darstellungsformen, die heutzutage für die Prozessmodellierung Verwendung finden. Ein einheitlicher und akzeptierter Standard erlaubt die Portabilität und Interoperabilität in der Darstellung, Ausführung und Kommunikation von Geschäftsprozessen. BPMN bietet zahlreiche Möglichkeiten, einen Geschäftsprozess zu beschreiben.

    4. Aktuelle Entwicklungen: In Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen arbeitet die OMG an der Weiterentwicklung des Standards. In BPMN Version 1.0 und 1.1 (genannt „Business Process Modeling Notation“) sind die grundlegenden Sprachelemente und deren Bedeutung definiert. In BPMN Version 2.0 (genannt „Business Process Model and Notation“) werden diese Sprachelemente erweitert und präzisiert. Außerdem wird die Automatisierbarkeit von Geschäftsprozessen mit ausführungsnahen Sprachen, wie die Business Process Execution Language (BPEL), in dieser Version stärker berücksichtigt.

    Vgl. auch Geschäftsprozesstechnologie.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Professor Dr. Frank Leymann
      Universität Stuttgart,
      Institut für Architektur von
      Anwendungssystemen (IAAS)
      Geschäftsführender Direktor
      Dr. David Schumm
      Universität Stuttgart,
      Institut für Architektur von
      Anwendungssystemen (IAAS)
      Ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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