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User Interface Design

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    Inhaltsverzeichnis

    1. Definition und Einordnung
    2. In der Praxis

    Definition und Einordnung

    Innerhalb des UX-Design-Feldes findet sich User Interface Design als die Ebene der Gestaltung, wie z.B. als Interface Design zur visuellen Kommunikation mit Zeichen und Symbolen bei Informationssystemen. Neben dem User Interface Design stehen noch das Design Thinking als Ebene der Prozesse des Erkennens und Zuweisens von Bedeutung und die Lean-Startup-Methode  als Ebene der Strukturen, Rahmen und (auch wirtschaftlichen) Bedingungen.
    Häufig wird User Interface Design auf die Funktion der Gestaltung grafischer Benutzeroberflächen reduziert. Tatsächlich umfasst der Begriff jede Form einer Schnittstelle zwischen Mensch und Handlungen an Maschinen, wie auch Computern. Damit wird das Gestaltungsfeld nicht auf grafische Gestaltung beschränkt. Es beinhaltet auch die Gestaltung von Prozessen einer Handlung, bis hin zur Gestaltung von mechanischen Elementen. Folglich finden wir die Anwendung von User Interface Design in den unterschiedlichsten Branchen: Consumer Electronic, Automotive, Küchengeräte und ganz allgemein in der Industrie.

    Innerhalb der DIN gibt es die Normenreihe ISO 9241, in der die Anforderungen an die ergonomische Ausführung elektronischer optischer Anzeigen festgelegt sind. Dazu gehören beispielsweise:
    Grundsätze der Dialoggestaltung (ISO 9241-110),
    Empfehlungen zur visuellen Informationsdarstellung (ISO 9241-125),
    Leitlinien zur Gestaltung von Benutzungsschnittstellen für das World Wide Web (ISO 9241-151),
    Anleitung zu taktilen und haptischen Interaktionen (ISO 9241-920),
    sowie zahlreiche Spezifikationen, wie z.B.:  Berührungslose Gestensteuerung zur Mensch-System-Interaktion (DIN SPEC 91333).

    In der Praxis

    Arbeitet das Unternehmen nach der UX-Design-Methodik, nimmt der User Interface Designer eine besonders weitreichende Rolle ein. Bereits während des Design-Thinking-Prozesses arbeitet er im Team mit an der Entwicklung neuer Produkte und Services. Das dabei gewonnene Wissen um die Erwartungen der Persona nutzt der Designer später zur detaillierten Ausarbeitung des Prototypen aus dem Design-Thinking-Prozess. Er bringt sein Know-how damit bereits in der ersten Entwicklungsphase eines Produktes ein.
    Beim klassischen Entwicklungsprozess wir der UX Interface Designer dagegen erst später eingesetzt. Hier entwickelt der User Interface Designer die erforderlichen Schnittstellen nach der Produktkonzeption und nutzt dabei Tools aus dem Design-Thinking-Werkzeugkasten. Dazu gehören u.a:
    (Digital) Customer Journey,
    Persona,
    User Story,
    Storytelling,
    Prototyping (Klick-Dummys).
    Zeitlich komprimiert ist dabei der sog. Design Sprint, der häufig von externen Agenturen eingesetzt wird. Dabei wird der komplette Entwurfsprozess (Analyse, Ideation, Entscheidung, Prototyping, Test) mit allen Beteiligten innerhalb weniger Tage durchgearbeitet.
    Innerhalb der der UX-Design-Methodik ist ein Zwischenschritt die Entwicklung des Minimum Viable Products.
    Ziel im User Interface Design ist die möglichst optimale Gestaltung der Schnittstelle zwischen Mensch und Handlung.
    Einfache zu erfassende Anzeichenfunktionen, die möglichst fehlerfreie Nutzung und angenehme Haptik sind wesentliche Kriterien einer gut funktionierenden Schnittstelle und damit ausschlaggebend für eine Diffusion und Adoption und damit für den Erfolg von Produkten und Services.

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    Knapp, J.: Sprint. How to Solve Big Problems and Test New Ideas in Just 5 Days
    Redline Verlag, 2016

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