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Lean Management

Definition

Unter Lean Management wird ein Managementansatz verstanden, der sich insbesondere durch die Grundprinzipien der Dezentralisierung und der Simultanisierung auszeichnet und dabei sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend das Ziel verfolgt, eine stärkere Kundenorientierung bei konsequenter Kostensenkung für die gesamte Unternehmensführung herbeizuführen.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    schlankes Management. 1. Charakterisierung: Managementansatz, nach dem bes. durch die Grundprinzipien Dezentralisierung und Simultanisierung (verbunden mit kooperativen Verhaltensweisen) die Ziele Kundenorientierung und Kostensenkung für die gesamte Unternehmensführung realisiert werden (sollen). Die genannten Grundprinzipien beziehen sich dabei sowohl auf unternehmensinterne als auch auf unternehmensübergreifende Strukturen.

    2. Grundprinzipien: a) Dezentralisierung:
    (1) Die unternehmensinterne Dezentralisierung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungsbereichen erfolgt v.a. bei den primären Leistungsbereichen der Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt stehen teamorientierte Arbeitsorganisation mit intensiven Kommunikationsbeziehungen zwischen breit qualifizierten Mitarbeitern sowie mit weit reichender Dezentralisation v.a. von Aufgaben der Qualitätssicherung und der Instandhaltung.
    (2) Die unternehmensübergreifende Dezentralisierung bedeutet eine Verringerung der Leistungstiefe durch Zusammenarbeit mit Partnern vor- und nachgelagerter Wertschöpfungsketten. Wesentliche Bedeutung hierbei erlangen strategische Allianzen mit Zulieferern, Händlern, Spediteuren und Recyclern.

    b) Simultanisierung:
    (1) Die unternehmensinterne Simultanisierung von Prozessen äußert sich v.a. in der Aufgabe der tayloristischen Funktionsspezialisierung einzelner Leistungsbereiche. Konsequent umgesetzt wird dies z.B. im Rahmen des simultaneous engineering durch Integration und Parallelisierung von Produkt-, Prozess- und Potenzialplanung sowie -entwicklung.
    (2) Unternehmensübergreifende Simultanisierung von Prozessen erfolgt v.a. durch informatorische Vernetzung mit Händlern, Spediteuren und Zulieferern. Herausragende Bedeutung hat dabei die Verfolgung von Pull-Prinzipien, v.a. durch die Anwendung von Just-in-Time-Anlieferung (Just in Time (JIT)).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Kai-Ingo Voigt
      Univ. Erlangen-Nürnberg,
      Fachbereich Wirtschaftswissenschaften,
      Lehrstuhl für Industriebetriebslehre
      Ordentlicher Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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