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Rationalisierung

Definition

Rationalisierung ist ein Begriff der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis mit nicht eindeutig abgegrenztem Begriffsinhalt. In einer sehr weit gehenden Sichtweise umfasst Rationalisierung alle Maßnahmen, die der Verwirklichung des Rationalprinzips bei veränderten Bedingungen dienen. Rationalisierung ist dann dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Veränderung des Entscheidungsfeldes Maßnahmen geplant, realisiert und kontrolliert werden, um eine optimale Zielerreichung unter neuen Bedingungen zu ermöglichen.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Begriff/Charakterisierung
    2. Betriebliche Rationalisierung
    3. Überbetriebliche Rationalisierung

    Begriff/Charakterisierung

    Rationalisierung ist ein Begriff der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis mit nicht eindeutig abgegrenztem Begriffsinhalt. In einer sehr weit gehenden Sichtweise umfasst Rationalisierung alle Maßnahmen, die der Verwirklichung des Rationalprinzips bei veränderten Bedingungen dienen. Rationalisierung ist dann dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Veränderung des Entscheidungsfeldes Maßnahmen geplant, realisiert und kontrolliert werden, um eine optimale Zielerreichung unter neuen Bedingungen zu ermöglichen. Die zu optimierenden Ziele können dabei Wert-, Sach- und/oder Sozialziele sein. Vielfach versteht man jedoch unter Rationalisierung nur solche Maßnahmen, die der Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeitssteigerung dienen, wodurch letztlich eine Beschränkung auf das Wertziel erfolgt.

    Betriebliche Rationalisierung

    Veränderungen des Entscheidungsfeldes einer Unternehmung (Änderungen im Alternativenraum, der Umweltzustände sowie der Informationen über diese Parameter) treten in vielfältiger Weise auf, sodass Rationalisierungsmaßnahmen in allen Bereichen einer Unternehmung ansetzen können. Die technologische Entwicklung eröffnet bes. im Produktionsbereich einer Industrieunternehmung zahlreiche Rationalisierungsmöglichkeiten. Beispielhaft sei hier auf die zunehmende Automatisierung durch den Einsatz von Bearbeitungszentren, flexiblen Produktionszellen und flexiblen Produktionssystemen hingewiesen, die im Rahmen eines integrierten CIM-Konzeptes (CIM) auf der Basis eines leistungsfähigen PPS-Systems zunehmend an Bedeutung gewinnen.

    Überbetriebliche Rationalisierung

    Überbetriebliche Institutionen fördern die betriebliche Rationaliseirung, indem sie Rationalisierungsmöglichkeiten erforschen und die Ergebnisse den Unternehmungen zur Verfügung stellen. Bes. dem Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW), dem Deutschen Institut für Normung (DIN), dem Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation (REFA) sowie dem Ausschuss für wirtschaftliche Fertigung (AWF) kommen im Hinblick auf die überbetriebliche Rationalisierung Bedeutung zu.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Kai-Ingo Voigt
      Univ. Erlangen-Nürnberg,
      Fachbereich Wirtschaftswissenschaften,
      Lehrstuhl für Industriebetriebslehre
      Ordentlicher Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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