Direkt zum Inhalt

Produktivität

Definition

Verhältnis von Output und Input.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Volkswirtschaftslehre
    2. Betriebswirtschaftslehre

    Volkswirtschaftslehre

    Verhältnis von Produktionsergebnis (Output) und an seiner Erstellung beteiligten Inputs. Messzahlen zur Produktivität werden u.a. herangezogen für Analysen des Wachstums, internationale, interregionale und intertemporale Vergleiche. Meist wird Produktivität mit Arbeitsproduktivität gleichgesetzt.

    Unterschieden wird:
    (1) Totale Produktivität: Verhältnis zwischen dem Produktionsergebnis (Bruttoinlandsprodukt (BIP)) und den Einsatzmengen aller Faktoren. Da die Faktoren heterogene, nicht-addierbare Größen sind, werden sie mit ihren Faktorpreisen bewertet und zum nominalen Bruttoinlandsprodukt in Beziehung gesetzt. Totale Produktivität wird auch als Wertproduktivität bezeichnet. Sie wird häufig bei internationalen Vergleichen benutzt. Unterschiedliche Preisindizes beeinträchtigen die Aussagefähigkeit.
    (2) Partielle Produktivitäten werden hauptsächlich für die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital ermittelt. Der gesamte physische oder monetäre Ertrag wird dem physischen oder wertmäßigen Einsatz eines Faktors zugerechnet (z.B. Ertrag pro eingesetzte Arbeitsstunde, Ertrag pro eingesetzte Kapitaleinheit).

    Vgl. auch Kapitalproduktivität und Grenzproduktivität.

    Betriebswirtschaftslehre

    1. Begriff: Ergiebigkeit der betrieblichen Faktorkombination. Produktivität ist nicht gleichbedeutend mit Wirtschaftlichkeit, auch nicht mit Rentabilität, sondern ist das Verhältnis von Output-Menge zu Input-Menge.

    2. Messung: Zu messen ist die Produktivität als Quotient des Ertrages bzw. der Leistung und des Faktoreinsatzes, z.B. Stück Fahrräder je Arbeitsstunde etc. (technische oder physische Produktivität) oder durch das Verhältnis von Produktionswert zum Kapitaleinsatz (Wertproduktivität) oder zum Arbeitseinsatz (Arbeitsproduktivität). Die Verwendung der Produktivität als Messgröße für das Wirtschaftlichkeitsstreben bereitet in der betrieblichen Praxis Schwierigkeiten.

    Vgl. auch Produktivitätskennzahl, Durchschnittsertrag.

    Reziproker Wert: Produktionskoeffizient.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Produktivität Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/produktivitaet-46151 node46151 Produktivität node27867 Bruttoinlandsprodukt (BIP) node46151->node27867 node45028 Rentabilität node46151->node45028 node38628 Kapitalrendite node38628->node45028 node38062 Lernkurve node28649 Arbeitsteilung node28649->node46151 node35660 Erfahrungskurve node35660->node46151 node35660->node38062 node35660->node28649 node49683 Volkswirtschaftstheorie Dogmengeschichte node43852 Smith node49683->node43852 node37597 Malthus node37597->node43852 node39468 klassische Lehre node40095 methodologischer Individualismus node40095->node43852 node43852->node46151 node43852->node39468 node53458 Umsatzrendite node53458->node45028 node37558 Kapitalumschlag node39593 Inlandskonzept node27867->node39593 node47916 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) node27867->node47916 node31208 Abschreibung node27867->node31208 node38707 MAPI-Methode node38707->node45028 node45028->node37558 node53996 Energiemanagementsystem node53996->node46151 node50341 Zusatzstoffe node54077 Cyber-physische Systeme node48087 Unternehmen node53997 Energiemanagement node53997->node46151 node53997->node53996 node53997->node50341 node53997->node54077 node53997->node48087 node45778 reales Inlandsprodukt node45778->node27867 node39814 Learning by Doing ... node39814->node35660
      Mindmap Produktivität Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/produktivitaet-46151 node46151 Produktivität node27867 Bruttoinlandsprodukt (BIP) node46151->node27867 node45028 Rentabilität node46151->node45028 node53997 Energiemanagement node53997->node46151 node43852 Smith node43852->node46151 node35660 Erfahrungskurve node35660->node46151

      News SpringerProfessional.de

      • Digitalisierung in Deutschland stagniert

        Nur langsam geht es für die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung voran, zeigt der Monitoring Report Digital. Die Kernergebnisse: die Wirtschaft stagniert, digitale Vorreiter fehlen und alle warten auf den Breitbandausbau.

      • Forschungsagenda 2030 für die produzierende Industrie

        Die strategische Forschungsagenda der Initiative "manufuture-DE" hat aktuelle und zukünftig relevante Forschungsbedarfe deutscher Industrieunternehmen aus dem Bereich der Produktionstechnik bis zum Jahr 2030 formuliert und priorisiert.

      • "Unternehmen tragen Verantwortung für Konsumenten"

        Wer in der digitalen Welt nicht untergehen will, muss sich einige Kompetenzen aneigen. Sonst frisst die Digitalisierung ihre User, warnen Anabel Ternès und Hans-Peter Hagemes im Gespräch mit Springer Professional. Insbesondere Unternehmen sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein.

      • Digitalisierung schafft Chancen für weibliche Führungskräfte

        Mittlerweile erfüllen zwar die Aufsichtsräte der Dax-30-Unternehmen im Durchschnitt die gesetzliche Frauenquote. Aber gerade in Führungspositionen im operativen Geschäft sind Frauen, auch in der Finanzbranche, immer noch rar gesät. Und das sieht nur in einem Fachbereich besser aus.

      • Verantwortungsvolle Chefs haben mehr Stress

        Ein Chef, der sich seiner Verantwortung im Job bewusst ist, führt ein stressbelastetes Dasein. Zumindest, wenn er sich in einer gehobenen Machtposition befindet. Das haben Wissenschafter herausgefunden.

      • Dax-Vorstände verdienen noch mehr

        Wenn etwas die Gemüter erhitzt, dann sind es immer wieder die exorbitanten Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen. Eine aktuelle Studie gibt der Diskussion neue Nahrung. Demnach bekommen die CEOs von der Post, Heidelberg Cement, Adidas und Daimler unglaubliche Summen. 

      • Enterprise Social Networks fördern Innovationen

        Der digitale Reifegrad deutschsprachiger Unternehmen verbessert sich zusehends. In allen Bereichen haben digitale Prozesse mittlerweile die analogen Formen der Zusammenarbeit überholt. Doch es gibt noch viel zu tun.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Kai-Ingo Voigt
      Univ. Erlangen-Nürnberg,
      Fachbereich Wirtschaftswissenschaften,
      Lehrstuhl für Industriebetriebslehre
      Ordentlicher Professor
      Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
      Universität Kiel,
      Institut für Volkswirtschaftslehre
      Lehrstuhlinhaber
      Prof. Dr. Marion Steven
      Ruhr-Universität Bochum,
      Lehrstuhl für Produktionswirtschaft,
      Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
      Lehrstuhlinhaberin
      Prof. Dr. Robert K. Frhr. von Weizsäcker
      Technische Universität München, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      Ordinarius/Lehrstuhlinhaber
      Michael Horvath
      Technische Universität München, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Ein neues Auftragsverfahren für feste Polierpasten kombiniert die Vorteile von Emulsionen und Festpasten und sorgt für eine wirtschaftlichere Produktion. Eine Pilotanlage wurde beim Armaturen- und Brausenhersteller Hansgrohe erfolgreich in Betrieb …
      Damit sich Innovation entfalten kann, muss Strukturwandel stattfinden. Innovative Unternehmen wachsen stark, andere schrumpfen oder scheiden aus. Investitionskapital soll von wenig profitablen Verwendungen abgezogen werden und dorthin fließen, wo …
      Ein Schweizer Lohnbeschichter konnte durch ein platzsparendes Anlagenkonzept mit Kabinenlösung die Farbwechselzeiten reduzieren und somit seine Produktion deutlich steigern.

      Sachgebiete