Direkt zum Inhalt

Smith

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Adam, 1723–1790, engl. Nationalökonom, lehrte an der Universität Glasgow 1751–1764. Mit Smith beginnt die Geschichte der Wirtschaftswissenschaft. Sein Werk bildet die Grundlage der klassischen Lehre, die sich bis heute weltweit durchgesetzt hat, auch wenn sie in einigen Punkten fortentwickelt wurde. Das Hauptwerk von Smith, „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“, 2 Bde. (1776), ist die „Bibel“ der Nationalökonomen geworden. Smith betonte die Bedeutung der Arbeit als der eigentlichen Quelle des Wohlstands der Nationen, entdeckte die zentrale Bedeutung der Arbeitsteilung, von der die Steigerung der Produktivität abhängt und deren Geschichte die des technischen, aber auch des menschlichen Fortschritts ist. Die Tauschvorgänge bilden die Grundlage des wirtschaftlichen Geschehens (angeborener Hang des Menschen zum Tauschen). Der Preis nimmt die zentrale Stellung für die Ausrichtung der Produktion und die Einkommensverteilung ein. Smith unterschied den Marktpreis, gebildet durch Angebot und Nachfrage, vom natürlichen Preis, der mit den Durchschnittskosten (Lohn, Grundrente und Profit) übereinstimmt. Der Marktwert schwankt um den natürlichen Wert, kann sich auf Dauer aber nicht weit von ihm entfernen. Voraussetzung für die Wirkung des Preismechanismus und die immer weitere Ausdehnung der Arbeitsteilung, deren gesellschaftliche Nachteile Smith allerdings auch sah, sind ein freier Markt und eigennütziges Handeln der Menschen, das zu einem Zustand der Harmonie der ganzen Wirtschaft führt. Aus dieser Theorie wurde die Forderung nach weitgehender Nicht-Intervention des Staates sowie nach voller Handels- und Gewerbefreiheit (Laissez-Faire-Regel) abgeleitet. Nach der Lehre von Smith ist die Zahlungsbilanz ausschlaggebend für die Außenhandelssituation eines Landes im Gegensatz zu der merkantilistischen Auffassung, die Handelsbilanz sei entscheidend. Ein weiteres Werk von Smith, „The Theory of Moral Sentiments“, 2 Bde. (1759), ist von den Ökonomen in der Vergangenheit kaum gelesen worden, wird aber neuerdings stärker beachtet. Zweck dieses Buches ist darzulegen, dass die wichtigste Triebfeder moralischer Gefühle unser Mitgefühl mit der Empfindung anderer ist.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Smith Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/smith-43852 node43852 Smith node37779 Marshall node43852->node37779 node36962 Klassiker node43852->node36962 node39468 klassische Lehre node43852->node39468 node38534 Marx node39249 klassisches Wertparadoxon node46630 Quesnay node49413 Tauschwert node49413->node43852 node49413->node39249 node49413->node46630 node41167 Monopolpreis node49413->node41167 node33409 Dogmengeschichte node49683 Volkswirtschaftstheorie Dogmengeschichte node33409->node49683 node38385 Menger node28546 Aristoteles node49683->node43852 node49683->node38385 node49683->node28546 node27175 Agrarwissenschaften node37597 Malthus node27175->node37597 node43228 Ricardo node43228->node43852 node40095 methodologischer Individualismus node40095->node43852 node38995 methodologischer Kollektivismus node40095->node38995 node32292 Individualismus node40095->node32292 node50370 verhaltenstheoretische Betriebswirtschaftslehre node40095->node50370 node37597->node43852 node37597->node38534 node37597->node43228 node37779->node39468 node40778 Makroökonomik node40778->node39468 node39468->node36962
      Mindmap Smith Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/smith-43852 node43852 Smith node39468 klassische Lehre node43852->node39468 node40095 methodologischer Individualismus node40095->node43852 node37597 Malthus node37597->node43852 node49683 Volkswirtschaftstheorie Dogmengeschichte node49683->node43852 node49413 Tauschwert node49413->node43852

      News SpringerProfessional.de

      • Unternehmen profitieren von Corporate Volunteering

        Engagieren sich Mitarbeiter freiwillig für das Gemeinwohl, profitieren nicht nur gemeinnützige Organisationen und Gesellschaft davon, sondern auch Unternehmen. Wie Corporate Volunteering geplant und in der Unternehmensstrategie verankert wird.

      • Was Bewerber garantiert abschreckt

        Sie sollen Status symbolisieren und modern daher kommen, erreichen aber das genaue Gegenteil. Arbeitsuchende empfinden englische Jobtitel häufig als unnötig aufgebläht. Keep ist simple, ist der bessere Anglizismus im Recruiting.

      • Big Brother im Büro

        Die totale Überwachung von Mitarbeitern ist längst keine negative Utopie mehr, wie sie George Orwell oder Dave Eggers in ihren Romanen heraufbeschwören. Unternehmen können bereits jetzt die Aktivitäten ihrer Angestellten rundum erfassen. Wissenschaftler warnen vor Missbrauch.

      • Private Equity in Deutschland boomt

        Unternehmen günstig kaufen und mit Gewinn verkaufen. Das ist das Konzept von Private Equity-Gesellschaften. Sie sind in Deutschland nach wie vor sehr aktiv, wie eine aktuelle Studie zeigt.

      • Zu wenig Innovation vor lauter Transformation

        Im BCG-Innovations-Ranking 2018 liegen US- und Digitalunternehmen klar vorn. Deutsche Firmen sind erst ab Platz 21 zu finden. Doch was hemmt hierzulande eigentlich die Innovationskraft?

      • Talentierte Mitarbeiter finden und binden

        Im hart gewordenen "War for Talents", in dem Fachkräfte begehrter denn je sind, vergessen Unternehmen offenbar, auf die internen Talente zu setzen. Dabei schlummern in der Belegschaft oft ungeahnte Potenziale.

      • Digitalisierung in betrieblicher Altersvorsorge angekommen

        Mittlerweile ist die Digitalisierung auch in der betrieblichen Altersvorsorge angekommen. Die aktuelle Mercer-Studie deckt Details auf und erklärt, wieso sich zwei Drittel der befragten Unternehmen eine digitale Informationsplattform wünschen.

      • Industrie 4.0 – und Schicht im Schacht?

        Je nach Standpunkt und Blickwinkel scheint der Trend zu Digitalisierung und Vernetzung der Industrie zur Industrie 4.0 positive oder negative Auswirkungen auf die Arbeitsplatzentwicklung zu versprechen. Wirtschaftsforscher haben jetzt eine Gesamtschau versucht.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Artur Woll
      Universität Siegen,
      Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
      Volkswirtschaftslehre

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      In Bioinformatics, sequence alignment algorithm aims to find out whether biological sequences (e.g., DNA, RNA, or Protein sequences) are related or not. A variety of algorithms are developed, Smith–Waterman Algorithm (SW) is a well-known local …
      This chapter considers the economic elements of Chaucer’s thought as revealed through his poetry in relation to the medievalism inherent in the foundational economic writings of Adam Smith. The chapter advances the notion of “liminal …

      Sachgebiete