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Hayek

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Friedrich August von, 1899–1992, aus Österreich stammender Nationalökonom und Sozialphilosoph, der in Österreich, England, den USA und Deutschland (Freiburg) gelehrt hat; Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 1974 (zusammen mit Myrdal). Hayek gehört zu den einflussreichsten Sozialphilosophen seit Smith. Er hat für das Verständnis der wesentlichen Elemente des Wirtschaftens, z.B. die spontane Ordnung als Essenz der Marktwirtschaft, ein neues Fundament geschaffen. Neben Eucken, seinem Vorgänger in Freiburg, lieferte er für die Ausgestaltung der Marktwirtschaft in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg die bedeutsamsten Anregungen. Durch den weltweiten Zusammenbruch sozialistischer Regimes Ende der 1980er-Jahre, den er vorausgesehen und noch erlebt hat, sah er sich in seiner Analyse bestätigt. In jungen Jahren hat sich Hayek v.a. mit wirtschaftstheoretischen Themen befasst, in der zweiten Lebenshälfte mit ordnungspolitischen und sozialphilosophischen Fragestellungen. Sein schmales Buch „Preise and Produktion“ (1931) enthält eine ausgearbeitete reale Konjunkturtheorie, die im scharfen Gegensatz zur Depressionserklärung von Keynes steht. In einer viel beachteten Kontroverse in den 1930er-Jahren hat er gegen Keynes seine Konjunkturerklärung verteidigt. Während damals eine Mehrheit der Ökonomen Keynes zuneigte, ist es heute umgekehrt. Hayeks scharfsinnige theoretische Untersuchung „The Pure Theory of Capital“ (1941) fand dagegen nur wenig Aufmerksamkeit. Sein wissenschaftlich bedeutendstes sozialphilosophisches Werk ist „The Constitution of Liberty“ (1960), sein politisch einflussreichstes „The Road to Serfdom“ (1944), das - in viele Sprachen übersetzt - millionenfache Verbreitung fand. Die darin enthaltene Kritik am Sozialismus wurde von Hayek häufiger wiederholt und in seinem letzten Werk „The Fatal Conceit. The Errors of Socialism“ (1988) umfassend begründet. Auf mehreren Gebieten hat sich seine Sichtweise weitgehend durchgesetzt, so das Verständnis des Preismechanismus als Kommunikationsnetz und des Wettbewerbs als ein Entdeckungsverfahren.

    Weitere Werke: „Geldtheorie und Konjunkturtheorie“ (1929); „Individualism and Economic Order“ (1948); „Freiburger Studien“ (1969) und „Law, Legislation and Liberty“, 3 Bde. (1973–1979).

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