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Freihandelszone

Definition

engl. Free Trade Association (FTA).

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Außenhandelspolitik
    2. Entwicklungspolitik

    Außenhandelspolitik

    Spezifisches Konzept zur regionalen Handelsliberalisierung (regionale Integration, Regionalismus). Bei einer Freihandelszone werden zwischen den Partnerländern schrittweise alle Zölle und Kontingente, d. h. alle tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnisse, abgebaut - innerhalb der Freihandelszone werden keine Zölle erhoben; im Unterschied zur Zollunion behält jedes Mitgliedsland einer Freihandelszone weiterhin die volle Autonomie bei der Gestaltung seiner Handelspolitik (Drittlandszollsatz, Einfuhrzoll, Kontingent, etc.) gegenüber Drittstaaten.

    Damit verhindert wird, dass Importe aus Drittstaaten den Umweg über dasjenige Mitgliedsland nehmen, das den geringsten Zoll für das jeweilige Gut erhebt, bedarf es im Binnenhandel einer Freihandelszone der Vorlage von Ursprungsnachweisen (administrativ aufwendig bei Produkten, die in einem Mitgliedsland weiterverarbeitet wurden) und der Anwendung kompensatorischer Binnenzölle.

    Eine Freihandelszone (z. B. die EFTA, NAFTA) verstößt prinzipiell gegen das Meistbegünstigungsgebot (Meistbegünstigung) des GATT; Art. XXIV GATT definiert die Voraussetzungen, unter denen eine Freihandelszone zwischen Mitgliedern der Wolrd Trade Organization (WTO) (vgl. Multilateralismus) zulässig ist.

    Vgl. auch Integration, Regionalismus.

    Entwicklungspolitik

    Aus dem nationalen Binnenmarkt von Entwicklungs- und Transformationsländern formal-juristisch ausgegliederte, weltmarktorientierte Standorte von Produktion und Handel, mit denen sich das betreffende Land in die internationale Arbeitsteilung einzugliedern versucht.

    Vgl. auch Sonderwirtschaftszonen.

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      Mindmap Freihandelszone Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/freihandelszone-35709 node35709 Freihandelszone node32254 Handelsliberalisierung node35709->node32254 node37062 nicht tarifäre Handelshemmnisse node35709->node37062 node39639 Klassifikationen node51288 SEPA-Überweisung node36670 EWR node51288->node36670 node35305 Europäisches Parlament node36670->node35709 node36670->node35305 node35420 FTA node35420->node35709 node50220 Zolltarif node34592 Harmonisiertes System zur ... node50220->node34592 node51663 Klassifikationen der Güter node51663->node34592 node39760 Kombinierte Nomenklatur node34592->node35709 node34592->node39639 node34592->node39760 node41302 multilaterale Liberalisierung node32254->node41302 node33763 einseitige Handelsliberalisierung node32254->node33763 node32254->node37062 node49282 tarifäre Handelshemmnisse node32254->node49282 node42292 Organisation für europäische ... node46850 OEEC node42292->node46850 node45116 Organization for European ... node45116->node46850 node34188 EFTA node34188->node35709 node32375 ERP node46850->node35709 node46850->node34188 node46850->node32375 node49354 Warenverkehrsfreiheit node49354->node36670
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Carsten Weerth
      Hauptzollamt Bremen
      Lehrbeauftragter an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management
      Prof. Dr. Martin Klein
      Martin-​Luther-​Universität Halle-​Wittenberg,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsbeziehungen

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Der Aufbau dieses Kapitels entspricht dem von Kapitel 2. So wird in Abschnitt 3.1 nach den Gründen für die trilaterale Freihandelszone zwischen den USA, Mexiko und Kanada gefragt und nach den Erwartungen, die die drei beteiligten Länder daran …

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