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Scrum

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Vorgehensmodell der agilen Softwareentwicklung, das davon ausgeht, dass Softwareprojekte aufgrund ihrer Komplexität nicht im Voraus detailliert planbar sind. Aus diesem Grund erfolgt die Planung nach dem Prinzip der schrittweisen Verfeinerung, wobei die Entwicklung des Systems durch das Team nahezu gleichberechtigt erfolgt.

    Das zu entwickelnde System wird über Produkteigenschaften (Features) definiert, die im Product Backlog in einer priorisierten Reihenfolge festgelegt sind. Das Product Backlog ist anfangs nicht vollständig und wird mit der Zeit um weitere Eigenschaften erweitert bzw. um Eigenschaften reduziert. Die eigentliche Entwicklung des Systems ist in sogenannte Sprints unterteilt, die zwischen einer Woche und einem Monat dauern. In einem Sprint werden alle Eigenschaften umgesetzt, die zuvor aus dem Product Backlog ausgewählt und in das Sprint Backlog eingetragen worden sind. Das Ergebnis eines Sprints ist ein lauffähiges (Teil-)System. An einen Sprint schließt sich die Retrospektive an, in der der soeben abgeschlossene Projektabschnitt bewertet wird, um Erfahrungen zu verarbeiten und in Verbesserungen einfließen zu lassen.

    In Scrum sind drei interne und drei externe Rollen vorgesehen. Die internen Rollen sind
    (1) der Product Owner,
    (2) das Entwicklungsteam und
    (3) der Scrum Master.

    Zu den externen Rollen zählen
    (1) der Kunde,
    (2) der Anwender und
    (3) das Management.

    Der Product Owner ist mit dem Projektleiter zu vergleichen, der die Verbindung zum Kunden hält und mit diesem in regelmäßigem Kontakt steht. Er hat die Verantwortung hinsichtlich der Konzeption, der Projektkosten, der Terminierung und der Systemfunktionalität, weshalb er die Richtung bezüglich der Produkteigenschaften vorgibt. Der Product Owner nimmt die vom Team gelieferte Leistung hinsichtlich der Funktionalität ab. Er verwaltet die Produkteigenschaften im Product Backlog und priorisiert diese.

    Das Entwicklungsteam ist für die Realisierung der Eigenschaften verantwortlich. Es entscheidet, wie viele Eigenschaften in das Sprint Backlog übernommen und somit in einem Sprint umgesetzt werden. Das Team ist eigenverantwortlich in seiner Arbeit und verteilt die anfallenden Aufgaben untereinander. Das Team ist interdisziplinär zusammengesetzt, wobei jedes Teammitglied selbst aber auch interdisziplinär arbeiten muss. Das Team trifft sich zu Beginn eines jeden Tages für maximal 15 Minuten im Daily Scrum, in dem innerhalb des Teams jedes Mitglied über seinen Fortschritt und das nächste Ziel mithilfe von Burndown Charts berichtet. Alle Treffen werden vom Scrum Master moderiert, der dafür sorgt, dass das Team ungestört seiner Arbeit nachgehen kann und es von Anfragen von außen abschottet. Er ist nicht Mitglied des Teams und diesem nicht weisungsbefugt. Der Scrum Master kümmert sich um Probleme innerhalb des Teams und um mögliche Probleme, die das Team an der Entwicklung hindern.

    Anwender sind die Personen, die mit dem fertigen Produkt arbeiten müssen. Nur die Anwender können den Entwicklern Feedback darüber geben, ob das Produkt in jeglicher Hinsicht korrekt arbeitet und hinreichend gut benutzbar ist (Usability).

    Das Management ist in letzter Instanz verantwortlich dafür, dass das Scrum gelingt. Zu diesem Zweck muss es dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen wie Räumlichkeiten, Ressourcen, verfügbare Technik, personelle Ausstattung gegeben sind.

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      Mindmap Scrum Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/scrum-53462 node53462 Scrum node53460 Agile Softwareentwicklung node53462->node53460 node44896 Risiko node53460->node44896 node44040 Softwareentwicklung node53460->node44040 node53463 Crystal node53460->node53463 node53461 eXtreme Programming node53460->node53461 node54468 Agile Managementmethoden node54468->node53462 node37609 Management node54468->node37609 node54127 Digitale Technologien node54468->node54127 node54513 Corporate Entrepreneurship node54513->node54468 node54470 Lean Start-up node54470->node53462 node54470->node54468 node54470->node54127 node51332 Start-up node54470->node51332 node37747 Lean Management node54470->node37747
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Markus Siepermann
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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