Direkt zum Inhalt

Digitale Technologien

Definition

Digitale Technologien, die auf Hardware, Software und Netzwerken beruhen, sind eine so grundlegende technische, wirtschaftliche und soziale Herausforderung des 21. Jahrhunderts, dass inzwischen von einer digitalen Revolution und einem zweiten Maschinenzeitalter die Rede ist.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Maschinen, die das Handwerksinstrument ablösten, waren der Ausgangspunkt der industriellen Revolution, die im 18. Jahrhundert begann. In unserer Zeit verändern digitale Technologien, die auf Hardware, Software und Netzwerken beruhen, die Lebens- und Arbeitswelten grundlegend. Wird nun die Kopfarbeit abgelöst? Nach Brynjolfsson und McAfee (2015), Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, begründen digitale Technologien ein zweites Maschinenzeitalter. Dessen prägnante Merkmale sind die "anhaltende exponentielle Weiterentwicklung der Computertechnik in vielen Aspekten, unerhört große Mengen an digitalen Daten und die Innovation durch Neukombination" (ebd., S. 112). Künstliche Intelligenz und ein weltweites digitales Netz (Internet) wurden dadurch möglich. Neue Maßstäbe der Bilanzierung und des Wohlstands (BIP) werden diskutiert.

    Grundlegende Technologien sind einerseits Quelle enormen technischen Fortschritts in der Produktion, für den Konsumenten und in der Wissenschaft, sie bringen aber auch heikle Herausforderungen für die Menschheit und die Umwelt mit sich. Zu den Risiken digitaler Technologien gehören die Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung (Wachstumstheorie), die Einkommens- und Vermögensverteilung (Konzentrationstheorie) und demokratische Freiheiten. Dies ruft, wie schon im ersten Maschinenzeitalter, den Einfluss der Politik hervor.

    Für die Unternehmensführung sind Geschäftsmodell-Innovationen (Geschäftsmodell) in der Strategie und intelligente Prozesse (Prozessorganisation) in der Organisation relevante Themen, – neben Crowdsourcing, Cloud Computing, Big Data, Internet der Dinge, mobiles Internet, soziale Netzwerke, etc. –, die durch digitale Technologien hervorgebracht werden und erfolgsentscheidend sind. Digitaler Darwinismus ist nach Kreutzer und Land (2013) die Konsequenz.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Digitale Technologien Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/digitale-technologien-54127 node54127 Digitale Technologien node53187 Internet der Dinge node54127->node53187 node37192 Internet node54127->node37192 node53177 Soziales Netzwerk node54127->node53177 node38116 industrielle Revolution node54127->node38116 node44707 Prozessorganisation node54127->node44707 node53462 Scrum node54115 Drohne node54115->node53187 node54077 Cyber-physische Systeme node54077->node53187 node53187->node37192 node53422 Internetkriminalität node53422->node53177 node51941 Brand Community node51941->node53177 node51842 Web 2.0 node53177->node37192 node53177->node51842 node37609 Management node54513 Corporate Entrepreneurship node54468 Agile Managementmethoden node54513->node54468 node54468->node54127 node54468->node53462 node54468->node37609 node27126 Ablauforganisation node31264 Aufbauorganisation node35399 Geschäftsprozess node42689 Organisationsgestaltung node44707->node27126 node44707->node31264 node44707->node35399 node44707->node42689 node54304 Modernisierungstheorien node54304->node38116 node54418 IoT node54418->node53187
      Mindmap Digitale Technologien Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/digitale-technologien-54127 node54127 Digitale Technologien node38116 industrielle Revolution node54127->node38116 node44707 Prozessorganisation node54127->node44707 node53177 Soziales Netzwerk node54127->node53177 node53187 Internet der Dinge node54127->node53187 node54468 Agile Managementmethoden node54468->node54127

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Erich Müller
      Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
      Professor für Unternehmensführung und Organisation

      Bücher

      Brynjolfsson, E. und McAfee, A.: The Second Machine Age
      Kulmbach , 2015
      Kreutzer, R. T. und Land, K. H.: Digitaler Darwinismus
      Wiesbaden , 2016
      Müller, H. E.: Unternehmensführung. Strategie - Management - Praxis.
      Berlin/Boston, 2017

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Das Kapitel „Technologien für digitale Bürgerbeteiligungsverfahren“ beschreibt ausgewählte, aktuelle Standards und Technologien, die für die Umsetzung von digitalen Bürgerbeteiligungsverfahren aus Sicht eines Entwicklers oder Betreibers einer …
      Das Digitalzeitalter wird wesentlich durch die exponentielle Technologieentwicklung getrieben. Daher ist es für jeden Manager notwendig, sich mit den Potenzialen neuer bzw. weiterentwickelter Medien und Technologien zu beschäftigen. Auch wenn es …

      Sachgebiete