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User Experience Design

Definition: Was ist "User Experience Design"?

Ein stimmiges und gutes User Experience Design (Abk. UX Design) ist an der Schnittstelle zum Nutzer die Voraussetzung für eine erfolgreiche Positionierung und Kommunikation mit dem Nutzer und damit auch ausschlaggebend für den Erfolg von Produkten und Services. Dies gilt sowohl für die Optimierung bestehender Produkte und Services als auch für möglichst optimale Neueinführungen.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    Inhaltsverzeichnis

    1. Definition
    2. Tools des User Experience Design
    3. Bedeutung für Unternehmen
    4. Entwicklungstendenzen

    Ein stimmiges und gutes User Experience Design (Abk. UX Design) ist an der Schnittstelle zum Nutzer die Voraussetzung für eine erfolgreiche Positionierung und Kommunikation mit dem Nutzer und damit auch ausschlaggebend für den Erfolg von Produkten und Services. Dies gilt sowohl für die Optimierung bestehender Produkte und Services als auch für möglichst optimale Neueinführungen.

    Definition

    User Experience umfasst alle Aspekte der Customer Journey eines Nutzers bei der Interaktion mit einem Service oder Produkt, aber auch allgemein bei der haptischen Interaktion mit seiner Umwelt. Dazu zählen beispielsweise auch digitale Benutzeroberflächen.

    Der Begriff Design steht in diesem Zusammenhang für mehrere Aspekte:
    Als Aspekt der Gestaltung für die Gestaltung dieser Interaktion, z.B.: Interface Design zur visuellen Kommunikation mit Zeichen und Symbolen wie bei Informationssystemen. Als Aspekt des Designprozesses: Das Erkennen von Bedeutungen für den Nutzer. Das Zuweisen von Eigenschaften und Bedeutungen für definierte Produkte und Services, die vom Nutzer erkannt und adoptiert werden können. Dazu zählen auch Inventionen, die auf den Markt gebracht werden.

    Aus diesem Verständnis heraus ist UX Design der Oberbegriff für alle Management-Methodiken, die für eine Verbesserung von Prozessen, Strukturen und Produkten aus der Perspektive der Kundenzentrierung genutzt werden.

    Tools des User Experience Design

    Für ein erfolgreiches UX Design stehen zahlreiche Tools und Techniken zur Verfügung: User Interface Design, Lean-Start-up-Methode, Customer Creation (Co-Creation), Value Proposition Design, Business Modell Canvas, Agiles Management (siehe Agile Managementmethoden), Open Space, Minimum Viable Product, User Story, Use Case, Story Telling, Persona, Consumer Need, Design Thinking, UX Tools, How Why Laddering (siehe Laddering), Silent Clustering und Design Charrette.

    Dabei kann meist mit der Aufnahme des Ist-Zustandes der Customer Journey begonnen werden.

    Wesentlicher Aspekt aller Tools und Techniken ist die konsequente Positionierung „aus der Sicht des Kunden“.

    Bedeutung für Unternehmen

    Dies mag auf den ersten Blick verwundern, schließlich nimmt jeder Anbieter von Produkten und Services an, seine Produkte und Services für den Kunden zu entwickeln und zu optimieren. Tatsächlich werden Produkte und Services oft nach anderen Aspekten wie z.B. Einsparungen optimiert. Und in der Praxis ist es immer noch die Regel, dass neue Produkte und Services vom Produktmanagement unter Berücksichtigung von Produktionsbedingungen, Finance, Legal, Vertrieb usw. entwickelt werden. Ob Kunden das Produkt oder den Service annehmen, wird oft erst zum Zeitpunkt des Markteintritts klar.

    Damit wird der Entscheidungsdruck zu einem sehr frühen Zeitpunkt ins Unternehmen geholt.
    Bei konsequenter Anwendung des UX Design tritt der Entscheidungsdruck erstens viel später und zweitens in viel abgeschwächter Form auf. Damit werden
    a) f
    inanzielle Risiken minimiert,
    b) Entwicklungsprozesse deutlich beschleunigt
    und
    c) Entscheidungen länger im Markt gelassen.

    Entwicklungstendenzen

    UX Design kann in traditionellen Prozessen eingesetzt werden. Aktuell wird die UX-Design-Kultur mit Lean Management, Design Thinking und anderen agilen Methoden nur in wenigen aller deutschen Unternehmen ausschließlich genutzt. Sehr viel häufiger ist eine Mischform anzutreffen. So werden z.B. agile Methoden bei 40% aller Projekte zur Softwareentwicklung genutzt. Die UX-Design-Kultur stellt etablierte Werte in Frage und lebt andere Werte. Daher sollte der Einsatz dieser Methoden immer auch im Kontext mit der bestehenden Unternehmenskultur erfolgen.

     

     

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    Komus, A.: Status Quo Agile, Dritte Studie zu Verbreitung und Nutzen agiler Methoden
    2017

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