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Verbrauchergeldparität

Definition

statistische Größe zur Bestimmung räumlicher Preisniveauunterschiede, die aussagt, wie viele Einheiten der Währung eines Staates ein Inländer aufzuwenden hätte, der im Ausland seine Verbrauchsgewohnheiten beibehielte oder zumindest gleichwertige Erzeugnisse zur Befriedigung seiner Lebenshaltung erwerben möchte.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Die Verbrauchergeldparität dient dem Preisvergleich für Waren und Dienstleistungen der Lebenshaltung zwischen ausländischen Staaten und Gebieten und der Bundesrepublik Deutschland. Sie gibt an, wie viele ausländische Geldeinheiten benötigt werden, um in einem anderen Land die gleiche Menge Güter (in vergleichbarer Qualität) zu kaufen, die in Deutschland für einen Euro erhältlich sind. Durch einen Vergleich der Verbrauchergeldparität mit dem Wechselkurs kann festgestellt werden, ob Deutschland teurer oder billiger ist als ein anderes Land. Die Lebenshaltung im Ausland ist teurer (billiger) als in Deutschland, wenn die Verbrauchergeldparität höher (niedriger) ist als der Wechselkurs. Sie ist v.a. für Preisvergleiche von Deutschen geeignet, die längere Zeit im Ausland leben. Reisende hingegen weisen i.d.R. andere Ausgabenstrukturen auf. Den Berechnungen werden eine repräsentative Güterauswahl von etwa 200 Waren und Dienstleistungen (ohne Wohnungsmiete) und (bei der Parität nach dt. Schema) die Struktur der Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte in Deutschland zugrunde gelegt. Die verwendeten inländischen Verbraucherpreise werden in Berlin und die ausländischen Preise meist in der jeweiligen Hauptstadt erhoben. Daten zur Verbrauchergeldparität können in der Datenbank Genesis Online des Statistischen Bundesamtes abgerufen werden. 

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Katrin Schmidt
      Bundesagentur für Arbeit,
      Zentrale
      Referentin Arbeitsmarktberichterstattung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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