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Finanzwirtschaft

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Die Finanzwirtschaft beschäftigt sich als betriebswirtschaftliche Dimension mit der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital. Allg. gesehen kann die Finanzwirtschaft in Finanzierung, Investition und Risikomanagement unterteilt werden.

    Der Bereich Finanzierung ist wiederum in Außen- und Innenfinanzierung zu unterschieden: Die Außenfinanzierung charakterisiert sich dadurch, dass Kapital nicht über Netto-Erlöse auf Güter- und Leistungsmärkte einfließt sondern „von außen“ über den Kapitalmarkt kommt. Maßnahmen zur Kapitalbeschaffung innerhalb der Unternehmung werden als Innenfinanzierung beschrieben und können etwa Innenfinanzierung aus Umsatzprozess oder aus Vermögensumschichtung sein.

    Ein weiterer Bereich der Finanzwirtschaft ist die Investition, unter welcher in der Betriebswirtschaft eine zielgerichtete, i.d.R. langfristige Kapitalbindung zur Erwirtschaftung zukünftiger Erträge verstanden wird. Investitionen werden unterschieden nach Art des Investitionsobjekts, nach Zweck, Funktionen und Interdependenzen. Bspw. kann in das Umlauf- und Anlagevermögen, in Informationen und Know-how und das Humanvermögen investiert werden. In der Volkswirtschaft wird Investition als Sammelbegriff für Bruttoanlage- und Vorratsinvestitionen verwendet.

    Unter Risikomanagement, dem dritten Bereich der Finanzwirtschaft, versteht man die Messung und Einflussnahme auf das unternehmerische Risiko. Auf die Komplexität des unternehmerischen Gesamtzahlungsstroms kann nur Einfluss genommen werden wenn eine Identifizierung der potenziellen Risikoquellen stattfindet. Mögliche Risiken sind Marktrisiken, rechtliche Risiken oder politische Risiken.

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