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Ausländereffekt

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Begriff des Körperschaftsteuerrechts zur Bezeichnung eines früher einmal möglichen Steuereffekts für dt. Tochtergesellschaften ausländischer Mutterkapitalgesellschaften: Als es unter dem alten Körperschaftsteuerrecht unterschiedlich hohe Steuersätze für ausgeschüttete und für thesaurierte Gewinne gab (z.B. 40 Prozent für thesaurierte, 30 Prozent für ausgeschüttete), konnten inländische Tochterunternehmen ausländischer Mutterkapitalgesellschaften unter bestimmten Umständen ihre Gewinne an ihre Muttergesellschaft ausschütten (somit die Belastung auf den niedrigeren Satz senken), und diese konnten dann, ohne in ihrem Heimatland wegen der ausgeschütteten Gewinne steuerpflichtig zu werden (Schachtelprivileg) eine Wiedereinlage des Geldes in die dt.  Tochtergesellschaft vornehmen. Im Endeffekt konnten solche Gesellschaften ihre Gewinne also zu einer niedrigeren Steuerbelastung thesaurieren als Tochtergesellschaften inländischer Anteilseigner. Folge: günstigere Selbstfinanzierung ausländisch beherrschter Unternehmen.

    Die gesamte Problematik ist entfallen, als bei der Aufgabe der körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahrens (2000) der Körperschaftsteuersatz für einbehaltene und ausgeschüttete Gewinne nicht mehr unterschiedlich hoch festgesetzt wurde.

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      Mindmap Ausländereffekt Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/auslaendereffekt-27728 node27728 Ausländereffekt node46753 Schachtelprivileg node27728->node46753 node43878 Schachtelgesellschaft node46753->node43878 node36788 indirekte Anrechnung node36788->node46753 node51781 Unternehmensbeteiligungsgesellschaft node51781->node46753 node48018 Verschachtelung node48018->node46753 node40741 Körperschaftsteuer node40741->node27728 node34729 Erzbergersche Finanzreform (1919/1920) node40741->node34729 node30819 Betrieb node30819->node40741 node40938 Mitunternehmer node40938->node40741 node28461 ausländische Körperschaft node28461->node40741
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Norbert Dautzenberg
      Jade Hochschule
      Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth/,
      Standort Wilhelmshaven
      Verwalter einer Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
      Prof. Dr. Wolfgang Eggert
      Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
      Lehrstuhlinhaber des Instituts für Wirtschaftstheorie und Finanzwissenschaft
      Steffen Minter
      Institut für Wirtschaftstheorie und
      Finanzwissenschaften, Albert-Ludwigs-Universität
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Neben der Reform des Einkommensteuerrechts — einschließlich der Lohnsteuer und des Kinderlastenausgleichs — und des Sparprämienrechts stellte die Reformierung des Körperschaftsteuerrechts einen wesentlichen Bestandteil der1) Steuerreform dar.
      Einkommensteuergesetz 1981 (EStG) in der Fassung vom 6. Dezember 1981 (BGBl I, S. 1249), geändert durch das Zweite Gesetz zur Verbesserung der Haushaltsstruktur vom 22. Dezember 1981 (BGBl I, S. 1523).
      Einkommensteuergesetz 1983 (EStG) in der Fassung vom 24. Januar 1984 (BGBl I, S. 113), Einkommensteuer-Durchführungsverordnung 1981 (EStDV) in der Fassung vom 23. Juni 1982 (BGBl I, S. 700), beide zuletzt geändert durch das …

      Sachgebiete