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Jones-Modell

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    vom Ökonomen C.I. Jones (1995) entwickeltes Wachstumsmodell. Dieses Modell ist im Wesentlichen identisch zum Romer-Modell, verwendet aber eine allgemeinere Formulierung der Technologie im Forschungssektor, d.h. neue Ideen oder "blueprints" dA/dt werden mit Arbeit, d.h. Forschern LA und den kumulierten Bestand an Entwicklungen der Veragangenheit A entwickelt, wobei gilt:

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    I.d.R. wird unterstellt, dass 0<ø<1, sodass Innovationen die Produktivität der Forschung und Entwicklung in der Zukunft erhöhen. Ein negativer Wert würde bedeuten, dass es zunehmend schwieriger werden würde neue Entwicklungen durchzuführen und dass die offensichtlichen Ideen zuerst durchgeführt werden. Außerdem gilt: 0<γ≤1, wobei γ kleiner 1 bedeutet, dass mehr Forscher auch Gefahr laufen würden gleichzeitig dieselbe Erfindung hervorzubringen (im Romer-Modell gilt: Φ=γ=1). Diese Formulierung dient dem Zweck, der vorgebrachten Kritik gegenüber dem Romer-Modell Rechnung zu tragen, dass dort die langfristige Wachstumsrate positiv von der Bevölkerungsgröße abhängt (Skaleneffekt). Jones zeigte, dass nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl die Anzahl der Wissenschaftler und Ingenieure in den G-5-Staaten als auch das Verhältnis von Wissenschaftlern zu Ingenieuren anstieg. Demgegenüber beobachtete man aber eine stationäre Zeitreihe bzgl. der Wachstumsraten der totalen Faktorproduktivität und des Bruttoinlandsproduktes.

    Nimmt man an, dass die Anzahl der Forscher ein Anteil ν der zur Verfügung stehenden Arbeit betrage, also LA=νL, dann ergibt sich für die logarithmierte Wachstumsrate des Outputs im Forschungssektor

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    Differenziert man nun letzte Gleichung nach der Zeit erhält man Wachstumsraten der jeweiligen Terme. Da die Veränderung der Wachstumsrate von A entlang des gleichgewichtigen Wachstumspfades Null sein muss, genauso wie ν, erhält man

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    sodass

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    wobei n die konstante und exogene Wachstumsrate der Bevölkerung angibt. Damit ist der Skaleneffekt nicht mehr vorhanden. Die Wachstumsrate hängt von der Wachstumsrate der Bevölkerung ab. Allerdings ist die langfristige Wachstumsrate nicht mehr durch Politik beeinflussbar. Deswegen wird diese Art von Modell auch semi-endogenes Wachstumsmodell genannt.

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      Mindmap Jones-Modell Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/jones-modell-53693 node53693 Jones-Modell node53692 Romer-Modell node53693->node53692 node39376 neoklassische Wachstumstheorie node53692->node39376 node42534 Ramsey-Modelle node53692->node42534 node32861 endogenes Wachstum node32861->node53692 node39089 neue Wachstumstheorie node39089->node53693 node39089->node53692 node39089->node39376 node49032 Wachstumstheorie node39089->node49032 node45781 Solow-Modell node39089->node45781 node53694 Semi-endogenes Wachstumsmodell node53694->node53693
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Andreas Schäfer
      Universität Leipzig, Institut für Theoretische Volkswirtschaftslehre
      Akademischer Rat

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      The surface micro-interaction model of Lennard-Jones (LJ) is used for adhesive contact problems (ACP). To address theoretical and numerical pitfalls of this model, a sequence of partitions of contact models is adaptively constructed to both extend …
      In Chap. 10, we elaborated on type I and type II errors in the results of the Jones model’s tests. The consensus in the literature nowadays is that the major concern lies with the type I error (Bernard and Skinner, 1996; Healy, 1996; Dechow, Richards
      The influence of the non-bonded parameters, i.e., Lennard-Jones and the partial atomic charges, on the predicted unit cell dimensions of different allomorphs of cellulose were studied in the framework of the GROMOS force field. Systematic variation o…

      Sachgebiete