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Commercial Letter of Credit

Definition

Der Commercial Letter of Credit (CLC) ist eine Urkunde, mit der die ausstellende Bank den Begünstigten (Exporteur) ermächtigt, von Dokumenten begleitete Wechsel auf die Bank des Ausstellers (Importeur) zu ziehen und sich selbst jedem gutgläubigen Erwerber gegenüber zur Einlösung der Tratten verpflichtet.
Der CLC kommt im Handelsverkehr mit angloamerikanischen und südostasiatischen Ländern vor, hat in der Praxis allerdings an Bedeutung verloren.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Handelskreditbrief. 1. Begriff: Der Commercial Letter of Credit (CLC) zählt zur Gruppe der negoziierbaren Akkreditive. Die akkreditiveröffnende Bank verpflichtet sich im Commercial Letter of Credit, Tratten, die vom Akkreditivbegünstigten auf den im Commercial Letter of Credit benannten Bezogenen (auf die akkreditiveröffnende Bank oder auf einen Dritten) gezogen sind, ohne Rückgriff auf den Aussteller (Akkreditivbegünstigten) und/oder gutgläubigen Inhaber zu bezahlen, sofern die vorgeschriebenen Dokumente vorgelegt werden und die Akkreditivbedingungen erfüllt sind. Im Commercial Letter of Credit ist diese Akkreditivverpflichtung der akkreditiveröffnenden Bank i.Allg. als sog. Bona-Fide-Klausel aufgenommen.

    2. Gestaltung und Abwicklung: Die Möglichkeiten zur Ausgestaltung von Commercial Letters of Credit entsprechen grundsätzlich jenen der anderen Akkreditive: Commercial Letters of Credit sind unwiderruflich und können darüber hinaus unbestätigt oder bestätigt, übertragbar oder nicht übertragbar gestellt sein. Im Gegensatz zu anderen Akkreditivarten ist der Commercial Letter of Credit unmittelbar an den Begünstigten adressiert. Allerdings erfolgt die Zustellung des Originalkreditbriefs in der Praxis nicht direkt an den Begünstigten, sondern wird diesem von der akkreditiveröffnenden Bank über eine Korrespondenzbank im Land des Begünstigten zugestellt.

    3. Negoziierung: Der Commercial Letter of Credit sieht i.Allg. vor, dass der Begünstigte den Originalkreditbrief, die Tratte sowie die Dokumente bei einer beliebigen, von ihm selbst auszuwählenden Bank fristwahrend einreichen und negoziieren (bevorschussen) lassen kann. Bei unbestätigten Commercial Letters of Credit ist zu beachten, dass die vom Begünstigten zur Einreichung des Commercial Letters of Credit, der Dokumente und der Tratte ausgewählte Bank trotz der akkreditivrechtlichen Ansprüche an die Akkreditivbank nicht verpflichtet ist, einem Antrag des Akkreditivbegünstigten auf Negoziierung (im Sinn einer Kreditgewährung) zu entsprechen.

    Vgl. auch Akkreditiv.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jörn Altmann
      ESB Business School,
      Reutlingen University,
      Lehrstuhl International Finance
      Frank Geßner
      Commerzbank AG,
      Corporate Banking
      Regional Head Rhein-Ruhr Trade Finance & Cash Management

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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