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Destinationsmanagementorganisation (DMO)

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Eine Destinationsmanagementorganisation (DMO) ist ein privatrechtliches Unternehmen oder eine öffentlich-rechtliche Organisationseinheit, selten ein PPP-Konstrukt (Public Private Partnership).

    2. Merkmale: Als öffentlich-rechtliche Organisationseinheit ist sie in die kommunale/ städtische Verwaltung integriert (Regiebetrieb) oder als Eigenbetrieb ausgelagert und nicht rechtsfähig. Als Bestandteil der kommunalen/städtischen Verwaltung steht die DMO dann unter dem Primat der Politik. Aber auch bei privatrechtlichen Organisationsformen ist der Einfluss der Politik i.d.R. hoch, da die jeweilige politische Ebene an der Destinationsmanagementorganisation beteiligt ist und diese (mit)finanziert. Wesentliches Merkmal der Destinationsmanagementorganisation ist, dass sie keine Weisungsbefugnisse gegenüber den Leistungsträgern hat und somit auf deren freiwillige Zusammen- und Mitarbeit angewiesen ist, was ein effizientes Destinationsmanagement deutlich erschwert. Somit weist die DMO eine enge Verwandtschaft zur Holdingstruktur auf. Die häufigsten Rechtsformen: Eigenbetrieb, Eigengesellschaft, eingetragener Verein (e.V.), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).
    Aktuell sind in Deutschland noch mehr als 2/3 der DMO in einer öffentlich-rechtlichen Organisationsform verankert. Eine DMO wird häufig auch als Tourismusorganisation bezeichnet, allerdings mit einem unterschiedlichen Aufgabenspektrum; bei der Tourismusorganisation fehlt häufig der konkrete Destinationsbezug in der Aufgabenerfüllung.

    3. Aufgaben: Koordination des Destinationsproduktes, Anbahnung und Unterstützung von Kooperationen unter den Leistungsträgern in der Destination; Erstellen eines Tourismuskonzeptes für die Destination. Oft mit einem öffentlichen Auftrag verbunden (Förderung des Tourismus im Wirkungsbereich), der eine weitgehende Gleichbehandlung der Leistungsträger erfordert und eine wirtschaftlich-gewinnorientierte Tätigkeit erschwert. In einigen Destinationen wird die (Mit-)Vermarktung von Leistungsträgern an die Zahlung eines Marketingzuschusses gekoppelt. Weitere Aufgaben: Ausarbeitung und Umsetzung einer Wettbewerbsstrategie sowie die Vermarktung der Destination als Ganzes. Häufig wird auch das Computerreservierungssystem betrieben. Zunehmend werden auch Pauschalen erstellt und vermarktet; somit wird die DMO zu einem Reiseveranstalter.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Knut Scherhag
      FH Worms,
      Professur für Destinationsmanagement,
      Fachbereich Touristik/Verkehrswesen
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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