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Geldschöpfung

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Geschäftsbanken verfügen über freie liquide Mittel (freie Liquiditätsreserven), mit deren Hilfe sie Kredite gewähren können. I.d.R. werden diese Kredite zu dem Zweck aufgenommen, Zahlungen für Käufe von Gütern und Dienstleistungen vorzunehmen. Somit kommt es wieder zu Einzahlungen bei Banken bzw. zu neuen Einlagen im Bankensystem. Da die Einlagen bei Banken Forderungen gegen das Bankensystem darstellen, werden diese als Geld bezeichnet. Zusätzliche Kredite führen also über die Einlagenbildung zu einer Vermehrung der Geldmenge. Der Geldschöpfungsprozess kann im Bankensystem so lange vorangetrieben werden, bis die freien Liquiditätsreserven durch die Mindestreserven (die für Einlagen zu halten sind) und durch den Bargeldabzug bei der Kreditverwendung aufgezehrt sind. Eine einzelne Bank kann natürlich nur im Umfang ihrer freien Liquidität Kredite gewähren. Die Geschäftsbanken in ihrer Gesamtheit können ein Mehrfaches an Krediten vergeben und damit an Geld schaffen, denn mit der Kreditgewährung einer Bank entstehen bei anderen Banken wiederum Einlagen, also zusätzliches Geld.

    Vgl. auch Geldtheorie.

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      Mindmap Geldschöpfung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldschoepfung-34914 node34914 Geldschöpfung node32328 Geldtheorie node34914->node32328 node33643 freie Liquiditätsreserven node34914->node33643 node32540 Geld node34914->node32540 node40171 Mindestreserve node34914->node40171 node39440 Liquiditätsreserven der Geschäftsbanken node38118 Mindestreservesatz node32214 Giralgeldschöpfung node32214->node34914 node32214->node38118 node32214->node32328 node49121 Überschussreserve node32214->node49121 node39620 Inflation Targeting node39620->node32328 node38052 Keynesianismus node32328->node38052 node32328->node32540 node49121->node40171 node41458 Mindestreserve-Soll node41458->node40171 node54080 Wirtschaft node54080->node32540 node33643->node40171 node41595 Liquiditätssaldo node33643->node41595 node39685 Liquidität node33643->node39685 node34043 Geldpolitik node33643->node34043 node54160 Kryptowährung node54160->node32540 node29216 Aktiva node32540->node29216 node40171->node39440 node39685->node32540 node34043->node32328 node34043->node40171
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Budzinski
      University of Southern Denmark,
      Campus Esbjerg,
      Department of Environmental and
      and Business Economics
      Professor of Business Economics
      PD Dr. Jörg Jasper
      EnBW AG
      Senior Economist
      Prof. Dr. Albrecht F. Michler
      Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      außerplanmäßiger Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Wir hatten uns den Geldmarkt bisher -um es nicht gleich so kompliziert zu machen -als einen geschlossenen Kreislauf mit einer bestimmten Geldumlaufmenge vorgestellt. Was passiert aber, wenn diese Geldmenge für die Bedürfnisse des Bankgeschäftes …
      Den Bankengeldmarkt hatten wir uns sehr richtig als einen Kreislauf vorgestellt, in dem ein ständiger Geldstrom fließt, der durch Geldzu- und abflüsse verändert wird, der aber immer ein Kreislauf bleibt, sofern nicht irgendwer größere Geldmengen …
      Den Bankengeldmarkt hatten wir uns sehr richtig als einen Kreislauf vorgestellt, in dem ein ständiger Geldstrom fließt, der durch Geldzu- und abflüsse verändert wird, der aber immer ein Kreislauf bleibt, sofern nicht irgendwer größere Geldmengen …

      Sachgebiete