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Mindestreserve

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Guthaben, das die Kreditinstitute bei der nationalen Zentralbank aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung zur Haltung von Liqiuiditätsreserven hinterlegen müssen. Grundlage ist Art. 19 des Statuts der ESZB/EZB. Die Kreditinstitute müssen demgemäß ihr Mindestreserve-Soll erfüllen. Das Mindestreserve-Soll ist der Prozentsatz (Mindestreservesatz) der Verbindlichkeiten aus reservepflichtigen Einlagen. In die Mindestreserve-Basis werden mit einem Reservesatz von derzeit (2009) einem Prozent täglich fällige Einlagen (Übernachteinlagen), Einlagen mit vereinbarter Laufzeit von bis zu zwei Jahren, Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von bis zu zwei Jahren, Schuldverschreibungen mit vereinbarter Laufzeit von bis zu zwei Jahren sowie Geldmarktpapiere einbezogen. Einlagen mit vereinbarter Laufzeit von über zwei Jahren, Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von über zwei Jahren, Repogeschäfte und Schuldverschreibungen mit vereinbarter Laufzeit von über zwei Jahren sind grundsätzlich mindestreservepflichtig, unterliegen aber derzeit (2009) einem Reservesatz von null Prozent. Verbindlichkeiten gegenüber Instituten, die selbst den Mindestreserve-Vorschriften unterliegen, sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB) und den nationalen Zentralbanken werden generell nicht in die Mindestreserve-Basis einbezogen. Um kleinere Institute nicht zu benachteiligen berücksichtigt die Europäische Zentralbank einheitlich einen pauschalen Freibetrag von 100.000 Euro, der vorab vom Mindestreserve-Soll abgezogen wird. Bei Unterschreitungen des Mindestreserve-Solls muss das Kreditinstitut einen Strafzins zahlen.

    Die Meldung des Mindestreserve-Solls erfolgt im Rahmen der Monatlichen Bilanzstatistik (Monatsbilanz).

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