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Preispolitik

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Staatliche Preispolitik
    2. Genossenschaftliche Preispolitik
    3. Erwerbswirtschaftliche Preispolitik

    alle Maßnahmen zur Beeinflussung von Preisen.

    Staatliche Preispolitik

    1. Ziele: Kontrolle und Festsetzung von Preisen mit der Absicht:
    (1) Das Preisniveau auf einigen Märkten oder auf sämtlichen Märkten zu bestimmen;
    (2) einem Preisauftrieb oder Preisverfall vorzubeugen und eine von dieser Seite her wirkende Geldentwertung oder Depression zu vermeiden.

    2. Mittel: Preisüberwachung, örtliche Preiskontrolle, staatliche Preisfestsetzung, Preisstopp, Vorschriften bzw. Überwachung des Rechnungswesens.

    Genossenschaftliche Preispolitik

    Muss auf die Erfüllung des Förderungsauftrages gegenüber den Mitgliedern ausgerichtet sein.
    (1) Bei einer direkten finanziellen Förderung der Mitglieder sind die Genossenschaftspreise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten des Geschäftsbetriebes so festzulegen, dass in den Mitgliederwirtschaften eine unmittelbare genossenschaftsverursachte Erlössteigerung bzw. Kostensenkung eintritt.
    (2) Die indirekte finanzielle Förderung der Mitglieder beinhaltet, dass durch marktorientierte Preise Gewinne erwirtschaftet werden, die entweder im Rahmen der Dividendenpolitik ausgeschüttet werden, oder über Rücklagen zu einer langfristigen Substanzerhaltung bzw. Leistungsverbesserung des genossenschaftlichen Geschäftsbetriebes beitragen. Der Genossenschaftsgewinn ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Förderung der Mitglieder. Der Genossenschaftsbetrieb kann seine Beschaffungs- bzw. Absatzpreise so gestalten, dass im Geschäftsbetrieb kein Genossenschaftsgewinn entsteht, sondern lediglich eine Kostendeckung. Dies ist in der Praxis deswegen nicht üblich, weil Gewinne zur allg. Risikoabdeckung notwendig sind und über die Rücklagen außerdem das fluktuierende Beteiligungskapital durch Mitgliederaustritte ausgeglichen werden kann. Die Gleichbehandlung der Genossenschaftsmitglieder wird dann durch eine Preisdifferenzierung nicht beeinträchtigt, wenn diese nach Umsatzmengen, der Qualität der abgelieferten Produkte, Barzahlungsrabatte u.Ä. vorgenommen wird. Im Rahmen der Rückvergütung wird gegenüber den Genossenschaftsmitgliedern eine sehr wirksame indirekte Preispolitik (bei Zinsen und Warenpreisen) vorgenommen.

    Erwerbswirtschaftliche Preispolitik

    Teil der Marketingpolitik, der marketingpolitischen Instrumente einer Unternehmung, gestützt auf die Ergebnisse der Marktforschung und der Kostenrechnung bzw. Kalkulation (Preisuntergrenze).

    Beeinflussung des Marktpreises auf polypolistischen Märkten nur bei Vorliegen eines unvollkommenen Marktes möglich (Preisabsatzfunktion). Die Marktforschung zeigt Möglichkeiten der Preisdifferenzierung.

    Vgl. auch Preismanagement.

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      Mindmap Preispolitik Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/preispolitik-42094 node42094 Preispolitik node44326 Preisniveau node42094->node44326 node35491 Handel node40602 Konditionenpolitik node41045 marketingpolitische Instrumente node41045->node42094 node40772 Kontrahierungspolitik node40772->node42094 node40772->node40602 node40772->node41045 node43272 Preisausgleichsprinzip node43272->node42094 node42696 Preisvorschriften node45130 Preisregelung node45130->node42094 node45130->node42696 node36946 Kommunikationsprozess node32073 Geldwert node44326->node32073 node36154 Individualisierung node28104 Customized Marketing node28104->node42094 node28104->node35491 node28104->node36946 node28104->node36154 node42817 Quantitätsgleichung node42817->node44326 node39320 Inflation node39320->node44326 node32161 Entgeltpolitik node32161->node42094 node32161->node40772
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Budzinski
      University of Southern Denmark,
      Campus Esbjerg,
      Department of Environmental and
      and Business Economics
      Professor of Business Economics
      PD Dr. Jörg Jasper
      EnBW AG
      Senior Economist
      Prof. Dr. Albrecht F. Michler
      Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      außerplanmäßiger Professor
      Prof. Dr. Hermann Simon
      Strategy & Marketing Consultants GmbH
      Chairman
      Dr. Gunnar Clausen
      Simon-Kucher & Partners
      Strategy & Marketing Consultants GmbH
      Partner
      Dr. Georg Tacke
      Simon Kucher & Partners
      Strategy & Marketing Consultants GmbH
      Geschäftsführer
      Prof. Dr. Eduard Mändle
      HFWU,
      Hochschule für Wirtschaft und Umwelt
      Nürtingen-Geislingen
      Professor
      Prof. Dr. Markus Mändle
      Hochschule für Wirtschaft und Umwelt
      Nürtingen-Geislingen (HfWU)
      Inhaber der Professur für Volkswirtschaftslehre

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Das Buch führt in komprimierter und verständlicher Form in die wichtigsten Bereiche der Preispolitik ein. Es vermittelt durch einen ausgewogenen Kompromiss zwischen wissenschaftlicher Präzision und Einfachheit des mathematischen Formalismus ein beson
      Das Buch führt in komprimierter und verständlicher Form in die wichtigsten Bereiche der Preispolitik ein. Es vermittelt durch einen ausgewogenen Kompromiss zwischen wissenschaftlicher Präzision und Einfachheit des mathematischen Formalismus ein be
      In den vorhergehenden Abschnitten wurde aufgezeigt, auf welche Art und Weise Nachfragedynamik, die in Form von einperiodiger zeitkonstanter Preisänderungsresponse auftritt, die betriebliche Preispolitik beeinflussen kann.

      Sachgebiete