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Overconfidence

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Selbstüberschätzung eines Entscheiders. Selbstüberschätzung kann in zwei wesentlichen Formen auftreten: Überschätzung der eigenen Fähigkeiten oder Leistungen (absolut oder relativ zu anderen) und Überschätzung des eigenen Wissens.

    Selbstüberschätzung der eigenen Leistungen relativ zu anderen wird auch als Better than Average Effect bezeichnet. Dieser Effekt tritt häufig auf. Bspw. halten sich die meisten Autofahrer für besser als der Durchschnitt. Auf die Frage: "Stellen Sie sich vor, 100 Autofahrer wurden zufällig ausgewählt, Sie gehören dazu. Halten Sie sich für einen besseren Fahrer als der Durchschnitt der 100?" hingegen ist es rechnerisch nicht möglich, dass mehr als die Hälfte besser ist als der Durchschnitt.

    Der Begriff Overconfidence wird häufiger für die zweite Form der Selbstüberschätzung gebraucht. Entscheider sind overconfident, wenn Sie ihre eigenen Urteile für präziser halten als sie es tatsächlich sind. Beispiel: Personen werden gebeten, zu schätzen, wie viele Bücher im Jahr 2013 im SpringerGabler-Verlag neu erschienen sind. Als Antwort soll keine genaue Schätzung abgegeben werden, sondern ein "von..bis" Intervall, das den wahren Wert mit einer bestimmten, vorgegebenen Wahrscheinlichkeit enthalten soll. Overconfidence manifestiert sich darin, dass das Intervall regelmäßig zu eng angegeben wird und so der wahre Wert häufig verfehlt wird. Dies wird auch als Miscalibration bezeichnet.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Robert Gillenkirch
      Universität Osnabrück
      Universitätsprofessor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
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