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Verfügbarkeitsheuristik

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Urteilsheuristik, bei der ein Entscheider Informationen stärker gewichtet, die für ihn leichter verfügbar sind.

    Die Heuristik wurde erstmals von A. Tversky und D: Kahnemann (Availability: A Heuristic for Judging Frequency and Probability, Cognitive Psychology 42 (1973), S. 207-232) beschrieben. Nach der Verfügbarkeitsheuristik wird bspw. die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Verkehrsunfall kommt, von einem Entscheider höher eingeschätzt, wenn in der von ihm gelesenen Tageszeitung intensiver über Unfälle berichtet wird.

    Die Repräsentativitätsheuristik kann zu verzerrten Wahrscheinlichkeitsurteilen in wirtschaftlichen Entscheidungssituationen führen, wenn ein Entscheider sich aus Vereinfachungsgründen in seiner Urteilsbildung auf die ihm besser verfügbaren Informationen beschränkt. Eng verwandt mit der Verfügbarkeitsheuristik ist der sog. Confirmation Bias, nach dem Entscheider dazu neigen, neue Informationen so zu suchen und bestehende Informationen so zu interpretieren, dass ihre Erwartungen bestätigt werden.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Robert Gillenkirch
      Universität Osnabrück
      Universitätsprofessor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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