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Prokuraindossament

Definition

Wertpapierrechtliche Bevollmächtigung (Indossament) bes. bei Wechseln.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Vollmachtindossament. 1. Begriff: wertpapierrechtliche Bevollmächtigung (Indossament) bes. bei Wechseln.

    2. Arten: a) Offenes Prokuraindossament: Indossament mit dem Zusatz „in Prokura”, „in Vollmacht”, „zum Inkasso”, „Wert zum Einzug” oder einem anderen nur eine Bevollmächtigung ausdrückenden Vermerk. Der Prokuraindossatar wird nicht Inhaber der Wechselforderung, doch kann er alle Rechte aus dem Wechsel geltend machen, kann ihn aber nur durch Prokuraindossament übertragen; die Wechselverpflichteten können dem Inhaber in diesem Fall nur solche Einwendungen entgegensetzen, die ihnen gegen den Indossanten zustehen. Die im Prokuraindossament enthaltene Vollmacht erlischt weder durch Tod noch durch Eintritt der Handlungsunfähigkeit des Vollmachtgebers.
    b) Verdecktes Prokuraindossament (verstecktes Prokuraindossament, fiduziarisches Prokuraindossament): Ein Vollindossament, das den Indossatar nach außen zum Wechselinhaber macht, im Innenverhältnis ist er aber nur Bevollmächtigter.
    c) Sonderform: Inkassoindossament; Indossament mit dem Zusatz „zum Inkasso” oder „zur Einziehung”, durch das die Bank mit der Einziehung des Wechselbetrages beauftragt wird. Das Inkassodossament ist häufig ein verdecktes Prokuraindossament. Von bes. Bedeutung im Bankgeschäft.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Cordula Heldt
      Deutsches Aktieninstitut e.V.
      Referentin und Rechtsanwältin
      Prof. Dr. Reinhold Hölscher
      Technische Universität Kaiserslautern,
      Lehrstuhl für Finanzdienstleistung und
      Finanzmanagement
      Ordinarius
      Dr. Nils Helms
      Technische Universität Kaiserslautern
      Postdoc am Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen und Finanzmanagement

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Kredit, bestehend aus zwei oder mehr Krediten, die von verschiedenen Banken in eigenem Namen und für eigene Rechnung gewährt werden.
      Wechsel, der zur kurzfristigen Finanzierung von Warenlieferungen sowie Dienstleistungen verwendet wird (Warenwechsel). Dabei stellt der Warenlieferant einen Wechsel aus, den der Käufer (Bezogener) akzeptiert. Bei Fälligkeit – meist nach 90 Tagen – …
      Im Wertpapierrecht nimmt der Wechsel eine zentrale Stellung ein. Sein Name führt zurück auf die Praxis des Geldumtausches (vgl. heute noch: Wechselkurse) und der Geldübermittlung im Handelsverkehr des Mittelalters.

      Sachgebiete