Direkt zum Inhalt

Namensaktie

Definition

im Gegensatz zur Inhaberaktie handelt es sich hier um eine auf den Namen des Aktionärs lautende Aktie, bei der der Eigentümer mit Namen, Geburtsdatum und Adresse im Aktienregister der AG eingetragen ist (§ 67 AktG).

 

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Eigenschaften: Namensaktien sind trotz ihrer Bezeichnung keine Namens-, sondern Orderpapiere (§ 68 AktG). Sie können durch Indossament (auch Blankoindossament) oder durch Abtretung des Rechts (Forderungsabtretung) übertragen werden. Die Eigentumsübertragung kann durch die Satzung erschwert werden (vinkulierte Namensaktie, § 68 II AktG). Da als Aktionär nur gilt, wer im Aktienregister eingetragen ist, muss bei Übertragung der Aktie eine Löschung und Neueintragung erfolgen. Namensaktien sind erforderlich, wenn der Gegenwert bei der Ausgabe nicht vollständig bezahlt wird.

    2. Bedeutung für die Börsennotierung: Durch elektronische Medien ist auch für Namensaktien inzwischen die Girosammelverwahrung möglich und die Fungibilität im Börsenhandel nicht eingeschränkt. Dies gilt auch für vinkulierte Namensaktien, sie sind bei börsennotierten Gesellschaften jedoch selten. Ausnahme ist z.B. die zum Aktienindex DAX gehörige Deutsche Lufthansa AG, die durch das Luftverkehrsnachweissicherungsgesetz (LuftNASiG) zur Ausgabe vinkulierter Namensaktien verpflichtet ist. International ist die Namensaktie die gebräuchliche Aktienform (z.B. Registered Share in den USA). Sie ist im internationalen Börsenhandel an einigen Börsen, z.B. an der New York Stock Exchange (NYSE), eine Voraussetzung für die Zulassung. Mittlerweile sind fast die Hälfte der DAX-Gesellschaften Namensaktiengesellschaften.

    3. Hintergrund: Zumindest theoretisch ermöglicht die Ausgabe von Namensaktien der Gesellschaft einen besseren Überblick über die Zusammensetzung des Aktionärskreises als bei der anonymen Inhaberaktie. Ihre Aktionäre zu kennen, hat für die börsennotierten Gesellschaften in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen (Investor Relations). Die derzeitige Realität der Aktienregister entspricht dem aber nicht immer.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Namensaktie Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/namensaktie-41781 node41781 Namensaktie node45253 Orderpapier node41781->node45253 node40786 Inhaberaktie node41781->node40786 node29112 Aktienregister node41781->node29112 node41431 Kaduzierung node50183 Verwertung node39033 Indossament node50183->node39033 node42538 Scheck node42538->node39033 node42624 Orderscheck node42624->node45253 node43092 Rektawechsel node43092->node45253 node34694 Giro node34694->node45253 node39033->node41781 node45253->node39033 node27687 Clearstream International S.A. node51231 Zwischenscheine node38382 Inhaberpapiere node40786->node38382 node53457 Aktienrechtsnovelle 2016 node40786->node53457 node31763 Aktie node40786->node31763 node29112->node41431 node29112->node27687 node29112->node51231 node36676 Emissionskredit node36676->node31763 node36982 Mantel node36982->node31763 node35120 Hebelzertifikat node35120->node31763 node27889 Aktiengesellschaft (AG) node31763->node41781 node31763->node27889 node49117 Voll-Indossament node49117->node39033
      Mindmap Namensaktie Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/namensaktie-41781 node41781 Namensaktie node40786 Inhaberaktie node41781->node40786 node31763 Aktie node41781->node31763 node29112 Aktienregister node41781->node29112 node45253 Orderpapier node41781->node45253 node39033 Indossament node41781->node39033

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Cordula Heldt
      Deutsches Aktieninstitut e.V.
      Referentin und Rechtsanwältin

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Globale Namensaktien ermöglichen, dass das gleiche Wertpapier 24 Stunden täglich rund um die Welt an allen wichtigen Börsenplätzen gehandelt werden kann. Auf elektronischem Wege können große Aktienpakete schnell von Finanzplatz zu Finanzplatz …
      Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2018 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.
      Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, …… was die Besonderheiten von emissionsfähigen Unternehmen sind.… wie Aktien als Eigenkapitalinstrumente eingesetzt werden können.… welche Börsenplätze und -segmente unterschieden werden …

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete