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Disagio

Definition

ital. für Abgeld. Betrag, um den der Preis oder Kurs unter dem Nennwert eines Wertpapiers oder bspw. auch der Auszahlungsbetrag unter dem Rückzahlungsbetrag eines Kredites liegt.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Damnum, Diskont, Abgeld. 1. Begriff: Spanne, um die der Preis oder Kurs hinter dem Nennwert eines Wertpapiers oder der Parität einer Geldsorte zurückbleibt bzw. der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ausgabe- und dem Rückzahlungsbetrag von Verbindlichkeiten. Aktien dürfen nicht mit Disagio ausgegeben werden (§ 9 AktG). Die Vereinbarung eines Disagios findet in der Kreditwirtschaft Anwendung bei Festzinsvereinbarungen in Darlehensverträgen. Ein Disagio bedeutet für den Schuldner (Darlehensnehmer, Emittenten), dass der Effektivzins den Nominalzins übersteigt. Für den Gläubiger bedeutet ein vereinbartes Disagio eine Verbesserung der Verzinsung (Rendite) seiner Geldanlage oder Ausleihe gegenüber der Normalverzinsung (Nominalzins). Bei der Ermittlung des effektiven Jahreszinses ist das Disagio laufzeitanteilig auf die Zinsen zu verrechnen. Bei Privatpersonen sind Kreditinstitute verpflichtet, bei Vereinbarung eines Disagios den „anfänglichen effektiven Jahreszins” im Kredit- oder Darlehensvertrag anzugeben.

    2. Bilanzielle Behandlung: Handelsrechtlich ist eine Aktivierung (§ 250 III HGB) möglich, dann gesonderter Ausweis (Rechnungsabgrenzungsposten) vorgeschrieben, während der Rückzahlungszeit durch Abschreibungen zu tilgen; das Disagio kann auch als Zinsaufwand des Kreditaufnahmejahres angesetzt werden (gilt nicht für den IFRS-Jahresabschluss - nach IAS 39 Ansatz entsprechend der Methode der fortgeführten Anschaffungskosten).

    Gegensatz: Agio.

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      Mindmap Disagio Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/disagio-31382 node31382 Disagio node27288 Agio node31382->node27288 node52997 Fondsanlage als Tilgungsersatzmittel node35396 Effektivzins node52997->node35396 node37070 Kredit node52945 Effektivzinsberechnung node52945->node31382 node52945->node37070 node52945->node35396 node37317 Kreditinstitute node52945->node37317 node52827 Bauerwartungsland node52986 Finanzierungskosten node52827->node52986 node38301 Nachversteuerung node38301->node52986 node52986->node31382 node53134 Nominalschuld node53134->node31382 node53055 Konditionsvergleich node53055->node35396 node43282 Pari-Emission node27288->node43282 node37882 interner Zinsfuß node37882->node35396 node45028 Rentabilität node35396->node31382 node35396->node45028 node30488 Agiopapiere node30488->node27288 node27770 Aufgeld node27770->node27288
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Cordula Heldt
      Deutsches Aktieninstitut e.V.
      Referentin und Rechtsanwältin
      Prof. Dr. Reinhold Hölscher
      Technische Universität Kaiserslautern,
      Lehrstuhl für Finanzdienstleistung und
      Finanzmanagement
      Ordinarius
      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands
      Dr. Nils Helms
      Technische Universität Kaiserslautern
      Postdoc am Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen und Finanzmanagement

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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