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sonstige betriebliche Aufwendungen

Definition

Position der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) gemäß § 275 HGB, deren Inhalt sich auch danach richtet, ob nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren gegliedert wird.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Position der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) gemäß § 275 HGB, deren Inhalt sich auch danach richtet, ob nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren gegliedert wird.

    1. Bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens: Sonstige betriebliche Aufwendungen sind alle Aufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (d.h. Aufwendungen aus Tätigkeiten zur Erfüllung des Unternehmenszwecks, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit und nicht nur selten auftreten, vgl. zur Abgrenzung außerordentliche Aufwendungen), die nicht unter die Positionen Materialaufwand (Materialkosten), Personalaufwand (Löhne und Gehälter, Sozialkosten), Abschreibungen auszuweisen sind oder zu den Aufwendungen des Finanzergebnisses (Positionen 9 bis 13 gemäß § 275 II) und zu den Steuern (Positionen 18, 19) gehören. Aus der Abgrenzung zwischen gewöhnlicher und außerordentlicher Geschäftstätigkeit ergibt sich, dass zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen neben betrieblich ordentlichen auch betrieblich periodenfremde Aufwendungen sowie betriebsfremde Aufwendungen gehören können, sofern sie noch innerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegen (Kosten, neutrale Aufwendungen).

    Beispiele: Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens, Prüfungsaufwendungen, Spenden, Ausgangsfrachten, Werbeaufwendungen, Lagerkosten.

    2. Bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens: Zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gehören die Aufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, die nicht unter den Aufwendungen der Funktionsbereiche Herstellung, Vertrieb, allg. Verwaltung oder Finanzierung erfasst werden und die nicht aktiviert wurden.

    Vgl. auch sonstige betriebliche Erträge.

    3. Wird die Position im Anhang nicht näher erläutert, behindert sie als Sammelposition heterogenen Inhalts die Bilanzanalyse.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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