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Return on Risk Adjusted Capital (RORAC)

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Zentrale Kennziffer einer risikoadjustierten Erfolgssteuerung (risk-adjusted performance management), einer spezifischen Variante der wertorientierten Steuerung im Banken- und Versicherungsbereich. Formal wird der erwartete Gewinn einer Periode (des gesamten Versicherungsunternehmens oder auch eines Risikosegments) ins Verhältnis zum notwendigen Risikokapital gesetzt und damit eine Risikoadjustierung (Risikobereinigung) des Gewinns vorgenommen. Das notwendige Risikokapital wird dabei typischerweise auf Basis des Mean Value at Risk bestimmt. Ausgangspunkt dieser Bereinigung ist die Erkenntnis, dass risikoreichere Geschäftsaktivitäten mehr Risikokapital binden und damit zumindest im Mittel (im zeitlichen Durchschnitt) auch höhere Gewinne abwerfen sollten. Ein reiner Vergleich des mittleren Gewinns verschiedener Aktivitäten vernachlässigt diesen Risikoaspekt. Da alle Geschäftsaktivitäten zumindest die mit ihnen verbundenen Kapitalkosten erwirtschaften sollten, wird im Rahmen der risikoadjustierten Erfolgssteuerung eine einheitliche geforderte Mindestrendite (Hurdle Rate) für den RORAC vorgegeben. Die Differenz zwischen dem Gewinn und der Mindestverzinsung des Risikokapitals auf Basis der Hurdle Rate wird auch als Economic Value Added (EVA) bezeichnet. Siehe auch Risk-Adjusted Return on Capital (RAROC).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Fred Wagner
      Institut für Versicherungswissenschaften e.V.
      an der Universität Leipzig Vorsitzender des Vorstandes

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