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Virus

Definition

Ein Computervirus (lat. virus: Gift) ist ein sich selbst verbreitendes Computerstörprogramm, das sich unkontrolliert in andere Programme einschleust, sich reproduziert, d.h. von sich selbst Kopien erzeugt, und diese dann in das bestehende Programm einpflanzt (infiziert) sobald es einmal ausgeführt wird. Dadurch gelangt der Virus auf andere Datenträger, wie Netzwerklaufwerke und Wechselmedien wie USB-Sticks.

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Ein Computervirus (lat. virus: Gift) ist ein sich selbst verbreitendes Computerstörprogramm, das sich unkontrolliert in andere Programme einschleust, sich reproduziert, d.h. von sich selbst Kopien erzeugt, und diese dann in das bestehende Programm einpflanzt (infiziert) sobald es einmal ausgeführt wird. Dadurch gelangt der Virus auf andere Datenträger, wie Netzwerklaufwerke und Wechselmedien wie USB-Sticks. Der Ausdruck wird umgangssprachlich auch für Würmer und Trojaner genutzt, da es oft Mischformen gibt, und für Anwender der Unterschied kaum zu erkennen ist. Viren und Würmer verbreiten sich auf Rechnersystemen, jedoch basieren sie z.T. auf verschiedenen Konzepten und Techniken. Ein Virus ist eine Hacking-Technik und zählt zur Malware.

    2. Funktionsweise: Wie sein biologisches Vorbild benutzt ein Virus die Ressourcen seines Wirtes. Auch vermehrt es sich meist unkontrolliert. Durch vom Virenautor eingebaute Schadfunktionen oder durch Fehler im Virus kann das Virus das Wirtssystem oder dessen Programme auf verschiedene Weise bis zum Verlust von Daten beeinträchtigen. Durch die Aktion des Benutzers, der ein infiziertes Wechselmedium an ein anderes System anschließt oder eine infizierte Datei startet, gelangt der Virencode auch dort zur Ausführung, wodurch weitere Systeme infiziert werden. Viren brauchen, im Gegensatz zu einem Wurm, den Wirt, um ihren Maschinencode auszuführen. Ohne eigenständige Verbreitungsroutinen können Viren nur durch ein infiziertes Wirtsprogramm verbreitet werden. Wird dieses Wirtsprogramm aufgerufen, wird das Virus ausgeführt. Einmal gestartet, kann es vom Anwender nicht kontrollierbare Veränderungen am Status der Hardware (z.B. Netzwerkverbindungen), am Betriebssystem oder an der Software vornehmen. Computerviren können durch vom Erfinder gewünschte oder nicht gewünschte Funktionen die Sicherheit des Computers beeinträchtigen.

    3. „Altes Eisen“: Heute sind Viren fast vollständig von Würmern verdrängt worden, da fast jeder Rechner ans Internet oder lokale Netze angeschlossen ist; die aktive Verbreitungsstrategie eines Wurms ermöglicht in kurzer Zeit eine große Verbreitung.

    4. Schäden: Der wirtschaftliche Schaden durch Viren ist geringer als der Schaden durch Computerwürmer. Grund dafür ist, dass sich Viren nur sehr langsam verbreiten können und dadurch oft nur lokal verbreitet sind. Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass sie den angegriffenen Computer oder die angegriffene Datei i.Allg. für einen längeren Zeitraum brauchen, um sich effektiv verbreiten zu können. Viren, die Daten sofort zerstören, sind sehr ineffektiv, da sie dadurch auch ihren eigenen Lebensraum zerstören.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. (FH) Mag. Dr. Helmut Siller, MSc
      Dr. Siller Betriebsberatung und Training

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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