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Bildungsparadox

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Als Bildungsparadox wird in den Sozialwissenschaften die empirisch beobachtbare Situation beschrieben, dass eine Steigerung des gesellschaftlichen Bildungsniveaus (z.B. durch steigende Anteile von Absolventen höherer Schulen, höhere Studierendenraten etc.) mit einer Entwertung der  Bildungsabschlüsse einhergeht. Damit sinkt einerseits die Wahrscheinlichkeit, mit einem hohen Bildungsabschluss eine adäquate Beschäftigungsposition bzw. einen entsprechenden Sozialstatus zu erreichen, gleichzeitig steigt jedoch der Druck auf die Gruppe der Geringqualifizierten. Höhere Bildungsabschlüsse verlieren im Zuge der Bildungsexpansion also ihre gesellschaftliche Selektionsfunktion, diese wird jedoch durch andere Merkmale substituiert (so beispielsweise durch herkunftsabhängige Faktoren wie persönliche/familiäre Netzwerke, Habitus, usw.).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Johannes Klenk
      Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,
      Universität Hohenheim
      Forschungsmanager
      Prof. Dr. Josef Schmid
      Universität Tübingen, Institut für Politikwissenschaft
      hauptamtlicher Dekan der WiSo-Fakultät

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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