Direkt zum Inhalt

Prosument

Definition

Prosumenten (Prosumer) sind Konsumenten, die zugleich Produzenten sind, oder auch Produzenten, die zugleich als Konsumenten auftreten. Beispiele sind Besucher eines Wikis, die gelegentlich mitarbeiten, und Blogger, die Beiträge anderer Blogger lesen und kommentieren.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Prosumer sind Konsumenten, die zugleich Produzenten sind, oder auch Produzenten, die zugleich als Konsumenten auftreten. Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus "Producer" und "Consumer". Im Deutschen hat sich der Begriff "Prosument" (aus "Produzent" und "Konsument") herausgebildet.

    2. Merkmale: Es gibt sozusagen schwache und starke Prosumer. Ein schwacher Prosument ist nur indirekt in die Produktion involviert, etwa indem er bewusst oder unbewusst seine Interessen und Vorlieben offenlegt, die entsprechend berücksichtigt werden. Ein starker Prosument ist direkt an der Produktion beteiligt, indem er an bestimmten oder allen Schritten mitwirkt, entweder als Teil eines Kollektivs oder als Individuum in Eigenregie bzw. im Auftrag.

    3. Beispiele: Beispiele für Prosumer sind Besucher eines Wikis, die gelegentlich mitarbeiten, Blogger, die Beiträge anderer Blogger lesen und kommentieren, und Kunden von Videoplattformen, die eigene Produktionen einstellen. Im Web 2.0, im Mitmachweb, dominiert der User-generated Content, der von Benutzern bereitgestellte digitale Inhalt. Auch Personen, die auf Ideen- und Innovationsplattformen, auf Prämien hoffend, Vorschläge für Produkte und Dienstleistungen einreichen, fallen unter den Begriff.

    4. Ausblick: Im Kontext partizipativer, sozialer Medien wird der Prosument zum Normalfall. Phänomene wie Crowdfunding und -sourcing fördern die Verschmelzung weiter. Dabei entstehen neben offensichtlichen Chancen verschiedene Probleme und Risiken. Der Mitarbeiter wird während seiner Arbeitszeit oder in seiner Freizeit zum Handlanger der Konkurrenz. Der Kunde verhilft durch seinen Vorschlag einem Produkt zum Durchbruch, ohne dafür angemessen entschädigt zu werden. Der Profi wird durch den Laien an den Rand gedrängt und verliert seine Bedeutung und seine Aufträge.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Prosument Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/prosument-54019 node54019 Prosument node52673 Soziale Medien node54019->node52673 node51842 Web 2.0 node54019->node51842 node46992 Wiki node54019->node46992 node40735 Konsument node54019->node40735 node42040 Produktion node54019->node42040 node43758 Produzent node54019->node43758 node48317 Verbrauchsfaktoren node48317->node42040 node51853 Tag Cloud node51853->node51842 node37192 Internet node52673->node46992 node51842->node37192 node51842->node46992 node35629 HTML node49260 World Wide Web ... node46992->node35629 node46992->node49260 node50491 wirtschaftliche Kapazität node50491->node42040 node51152 Umweltwirkungen der Produktion node51152->node42040 node54555 Roboterphilosophie node54555->node42040 node38812 Konsum node40735->node38812 node54020 Selbstständig fahrende Autos node54020->node43758 node53996 Energiemanagementsystem node53996->node43758 node38046 Industrieunternehmung node43758->node38046 node54195 Digitalisierung node54195->node40735 node54245 Fake News node54245->node40735 node49066 Verbrauchsgewohnheiten node49066->node40735 node54032 Industrie 4.0 node54032->node51842
      Mindmap Prosument Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/prosument-54019 node54019 Prosument node40735 Konsument node54019->node40735 node43758 Produzent node54019->node43758 node42040 Produktion node54019->node42040 node46992 Wiki node54019->node46992 node51842 Web 2.0 node54019->node51842

      News SpringerProfessional.de

      • "Unternehmen tragen Verantwortung für Konsumenten"

        Wer in der digitalen Welt nicht untergehen will, muss sich einige Kompetenzen aneigen. Sonst frisst die Digitalisierung ihre User, warnen Anabel Ternès und Hans-Peter Hagemes im Gespräch mit Springer Professional. Insbesondere Unternehmen sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein.

      • Digitalisierung schafft Chancen für weibliche Führungskräfte

        Mittlerweile erfüllen zwar die Aufsichtsräte der Dax-30-Unternehmen im Durchschnitt die gesetzliche Frauenquote. Aber gerade in Führungspositionen im operativen Geschäft sind Frauen, auch in der Finanzbranche, immer noch rar gesät. Und das sieht nur in einem Fachbereich besser aus.

      • Verantwortungsvolle Chefs haben mehr Stress

        Ein Chef, der sich seiner Verantwortung im Job bewusst ist, führt ein stressbelastetes Dasein. Zumindest, wenn er sich in einer gehobenen Machtposition befindet. Das haben Wissenschafter herausgefunden.

      • Dax-Vorstände verdienen noch mehr

        Wenn etwas die Gemüter erhitzt, dann sind es immer wieder die exorbitanten Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen. Eine aktuelle Studie gibt der Diskussion neue Nahrung. Demnach bekommen die CEOs von der Post, Heidelberg Cement, Adidas und Daimler unglaubliche Summen. 

      • Enterprise Social Networks fördern Innovationen

        Der digitale Reifegrad deutschsprachiger Unternehmen verbessert sich zusehends. In allen Bereichen haben digitale Prozesse mittlerweile die analogen Formen der Zusammenarbeit überholt. Doch es gibt noch viel zu tun.

      • Konsequent digital steigert die Profite

        Je intensiver Unternehmen digitalisiert sind, desto höher ist ihr Gewinnwachstum. Allerdings braucht es dazu konsequente Strategien und den Willen zum Wandel auf allen Ebenen.

      • Warum Manager die Macht der Controller fürchten

        Die Rolle des Controllers verändert sich. Er soll gerade als Unterstützung im strategischen Bereich an Einfluss gewinnen. Doch noch ist nicht jeder Manager bereit, den Controller als Sparringspartner zu sehen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Bendel
      Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Hochschule für Wirtschaft, Institut für Wirtschaftsinformatik
      Professor für Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsethik, Informationsethik und Maschinenethik

      Bücher

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      In der Verbraucherforschung, -politik und -bildung gelten Konsumentinnen und Konsumenten herkömmlich als Endabnehmer von Konsumgütern. Empirisch zeigt sich aber nicht selten eine Vermischung mit erwerbsorientierten Aktivitäten, z. B. Verkäufe von …
      Marketing-Knallchargen treten ab zugunsten von Selbstinszenierungs-Beglückern! Stile- und Mode-Menschen-Cluster werden mit fantasiereichen, fast träumerischen Dramaturgien angeregt, ihren eigenen Weg zu finden und ihrer Marke davon möglichst viel …
      Denken, Lernen, Vergessen! – Wie wahr! Die neue Bühne der Gefühle im Erlebnismarketing ist das Zirkuläre. Der freie kreative Fall in den „Entwurf des schöneren Lebens“! Prosumenten und Marken fließen ineinander, wenn die Strömung genutzt wird.

      Sachgebiete