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reales Inlandsprodukt

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: umfassender Ausdruck für die von Preisänderungen bereinigte, periodisch abgegrenzte wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft (Bruttoinlandsprodukt (BIP)). Als Indikator für Wachstum oder Schrumpfung der Volkswirtschaft zeigt das reale Inlandsprodukt die Entwicklung der wirtschaftlichen Leistung, die sich bei einer Umbewertung aller Transaktionen in Preisen des Vorjahres ergibt.

    Gegensatz: das in jeweiligen Preisen ausgedrückte nominale BIP.

    2. Berechnung: Sowohl über die Verwendungsrechnung des Inlandsprodukts (privater Konsum, Staatsverbrauch, Bruttoinvestitionen, Export und Import jeweils in konstanten Preisen) als auch in der Entstehungsrechnung über die Bruttowertschöpfungen der einzelnen Wirtschaftsbereiche. Dividiert man das nominale BIP durch das reale BIP, erhält man den Preisindex des BIP mit wechselnder Wägung (Paasche-Index). Entsprechendes gilt für die Komponenten des BIP.

    3. Vom realen BIP (oder genauer: BIP in konstanten Preisen) zu unterscheiden ist der Realwert des Inlandsprodukts oder des Nationaleinkommens, bei dem alle Transaktionen nur von der allg. Geldwertänderung bereinigt werden. Die Deflationierung soll dabei mit jenem einheitlichen Preisindex erfolgen, an dem auch die Inflationsrate gemessen wird. Die Auswahl des konkreten Preisindex ist umstritten. Mit diesem Konzept werden der Einkommensaspekt und die Kaufkraftentwicklung in den Vordergrund gerückt.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Robert K. Frhr. von Weizsäcker
      Technische Universität München, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      Ordinarius/Lehrstuhlinhaber
      Michael Horvath
      Technische Universität München, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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