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Äquivalenzkoeffizient

Definition

Kennzahl für die aktuelle ökologische Knappheit eines Umweltgutes, das durch Input oder Output von Produktion oder Konsum beansprucht wird.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Kennzahl für die aktuelle ökologische Knappheit eines Umweltgutes, das durch Input oder Output von Produktion oder Konsum beansprucht wird.

    1. Der Äquivalenzkoeffizient ist eine monoton wachsende Funktion der ökologischen Knappheit: Sein Wert ist bei Ratenknappheit umso größer, je mehr sich die tatsächliche Verbrauchsmenge eines Umweltguts bzw. die tatsächliche Immissionsmenge in ein Umweltgut der maximal zulässigen Verbrauchs- bzw. Immissionsmenge nähert. Bei Kumulativknappheit ist der Äquivalenzkoeffizient umso größer, je mehr sich die Erschöpfung der Reserven nähert; er geht gegen unendlich.

    2. Maßeinheit (Dimension): ökologische Recheneinheiten pro physikalischer Verbrauchsgröße (bei Beanspruchung durch Input von Produktion/Konsum) bzw. pro Emissionsgröße (bei Beanspruchung durch Output von Produktion/Konsum).

    3. Anwendung: Bei Kenntnis der ökologischen Wirkungen einer umweltbeeinflussenden Maßnahme kann mithilfe der Äquivalenzkoeffizienten die aufgrund zusätzlichen Umweltverzehrs anzulastende bzw. aufgrund umweltschonender Effekte gutzuschreibende Anzahl an ökologischen Recheneinheiten berechnet werden; der Saldo ergibt den ökologischen Grenzschaden bzw. Grenznutzen einer umweltbeeinflussenden Maßnahme, ein mögliches Beurteilungskriterium.

    Grundlage der ökologischen Buchhaltung.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Edeltraud Günther
      TU Dresden,
      Fak. Wirtschaftswissenschaften,
      LS Betriebswirtschaftslehre insb.
      Betriebliche Umweltökonomie
      Universitätsprofessorin

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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