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externe Kosten

Definition

Kosten, die außerhalb eines betrachteten System anfallen; häufig verwendet im Zusammenhang mit ökologischen oder sozialen Kosten.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    ökologische Folgekosten, soziale Kosten. 1. Begriff: Kosten, die zwar durch einzelwirtschaftliches Handeln entstehen, aber von der Allgemeinheit bzw. Dritten getragen werden (externalisierte Kosten).

    2. Formen:
    (1) Im Bereich der Natur (Okkupation der Landschaft: Zersiedlung, Mülldeponien u.a.) und Belastungen der Medien Boden (Erschöpfung der Ressourcen, Verkarstung etc.), Luft (Rauch, Gase u.a.) und Wasser (Wasserverschmutzung, -erwärmung);
    (2) im Bereich des Menschen (psychische Belastungen: Schichtarbeit, Akkord etc. oder physische Belastungen: Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten etc.).

    3. Folge: Ökologische Schäden werden als negative externe Effekte betriebswirtschaftlich nicht als leistungsbedingter (und kostenrelevanter) Güterverzehr betrachtet. Ressourcenverbrauch/ Umweltbelastungen gehen nicht mit den „ökologisch wahren Preisen“ in die Preiskalkulation ein. Kein Regulativ wie bei mit Preisen bewerteten „knappen“ Gütern, wo ein Mehrverbrauch zu einem Preisanstieg führt (d.h., kein Knappheitsindikator gegeben).

    4. Entwicklung: Teile dieser Effekte müssen Betriebe inzwischen in der Kostenrechnung durch gesetzgeberische Restriktionen übernehmen (Auflagen, Abgaben, Versicherungsprämien). Natur wird zu einem (betrieblichen) „Produktionsfaktor“.

    Vgl. auch externer Effekt.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Eberhard Feess
      Frankfurt School of Finance and Management
      Professor für Volkswirtschaftslehre
      Prof. Dr. Edeltraud Günther
      TU Dresden,
      Fak. Wirtschaftswissenschaften,
      LS Betriebswirtschaftslehre insb.
      Betriebliche Umweltökonomie
      Universitätsprofessorin

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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