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Ressourcenökonomik

Definition
Theorie zur Untersuchung (optimaler) Abbaupfade erschöpfbarer und erneuerbarer Ressourcen.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Die Ressourcenökonomik untersucht den Abbau erschöpfbarer und erneuerbarer Ressourcen im Zeitablauf. Bei erschöpflichen Ressourcen wird davon ausgegangen, dass der Bestand für den betrachteten Zeitraum nicht durch Regeneration verändert werden kann.

    Beispiele: Traditionelle Energieträger wie Öl, Kohle und Erdgas sowie mineralische Rohstoffe.

    2. Pareto-Optimum: Der pareto-optimale Abbau endlicher Ressourcen verlangt, dass der diskontierte Nettogrenznutzen in allen Perioden identisch ist (Hotelling-Regel). Im theoretischen Idealfall kann das Pareto-Optimum durch Marktprozesse herbeigeführt werden wenn alle Ressourcen im Privatbesitz sind. Dazu müssen allerdings restriktive Voraussetzungen wie vollständige Konkurrenz, Abwesenheit externer Effekte und die Übereinstimmung von sozialer und privater Diskontrate erfüllt sein. Die Ressourcenökonomik untersucht, welche Abweichungen sich vom Pareto-Optimum ergeben, wenn eine oder mehrere dieser Bedingungen verletzt sind.

    Im Unterschied zu erschöpfbaren wird bei erneuerbaren Ressourcen davon ausgegangen, dass sich diese im relevanten Zeitraum vermehren können. Die Wachstumsrate kann dabei von vielen Faktoren, bes. von der Größe des Bestandes abhängen.

    Beispiele: Wald- und Fischbestände. Während bei erschöpfbaren Ressourcen der optimale Abbaupfad gesucht wird, geht es bei regenerierbaren Ressourcen um den optimalen Erntepfad. Wichtig sind dabei bio-ökonomische Gleichgewichte, bei denen in jedem Zeitpunkt eine dem Regenerationszuwachs des Bestandes entsprechende Menge geerntet wird.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Eberhard Feess
      Frankfurt School of Finance and Management
      Professor für Volkswirtschaftslehre

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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