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Drei-Ebenen-Konzept

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    3-E-Konzept; ein aus dem New Public Management abgeleiteter Ansatz zur Operationalisierung von Formalzielen in öffentlichen Verwaltungen auf den Ebenen
    (1) Zielebene,
    (2) Maßnahmenebene und
    (3) Umsetzungsprozess.

    Das Verhältnis von geplanten Zielen zur Zielerreichung (Outcome) umfasst die Effektivität. Das Verhältnis von Maßnahmen und Ressourceneinsatz zur Zielerreichung umfasst die Ebene der Effizienz. Der konkrete Umsetzungsprozess zur Realisierung vorgegebener Maßnahmen bezieht sich auf die Wirtschaftlichkeit im Sinn von Kostenwirtschaftlichkeit (Kostenminimierung) bzw. Economy (Sparsamkeit).

    Auf der Ebene der Effektivität (Wirksamkeit) geht es um die Abstimmung zwischen Politik und Verwaltung durch Ziele. Größtmögliche Wirksamkeit wird dann erreicht, wenn vorgegebene Wirkungen mit dem kleinstmöglichen Leistungsvolumen ausgelöst werden. Effektivität beschreibt somit  das Verhältnis geplanter Ziele zum tatsächlich realisierten Zielerreichungsgrad und damit der Wirkung des Verwaltungshandelns (Outcome). Die Messung der Wirksamkeit erfordert daher die Festlegung von Maßgrößen, mit denen der Zielerreichungsgrad erfasst werden kann.

    Bei der Ermittlung der Effektivität spielt die sukzessive Entwicklung von Zielindikatoren eine große Rolle, da es sich oftmals um schlecht strukturierte Probleme handelt, die stark von politischen Rationalitäten (z.B. Machterhaltungsstrategien) beeinflusst werden.

    Auf der Ebene der Effizienz (Wirtschaftlichkeit) sind die Ziele bereits vorgegeben, und es werden die geeigneten Maßnahmen in Form von Input und Output (Produkten) festgelegt. Wirtschaftlichkeit wird dann erreicht, wenn vorgegebene Leistungen mit dem kleinstmöglichen Ressourceneinsatz erstellt werden. Die Effizienz bezieht sich damit auf die Relation eines Outputs und die hierfür erforderlichen Ressourcen (z.B. Kosten). 

    Auf der Prozess- bzw. Ressourcenebene steht die Kostenwirtschaftlichkeit bzw. Sparsamkeit (Economy) im Mittelpunkt. Hier steht neben dem Outcome auch der Output z.B. in Form der zu erstellenden Produkte fest. Economy wird dann erreicht, wenn mit kleinstmöglichem Mitteleinsatz die notwendigen Ressourcen beschafft werden.

    Damit geht es rein operativ um die konkrete Ausgestaltung des Leistungsprozesses. Bewertungskriterium ist der Ressourcenverbrauch, d.h. es geht um die wirtschaftliche Steuerung des Ressourceneinsatzes i.S.d. ökonomischen Prinzips (eine vorgegebene Leistung mit möglichst geringem Ressourceneinsatz erzielen). Ergänzt um die Ebene der Ordnungsmäßigkeit in Bezug auf die Frage nach Gesetzes- und Vorschriftskonformität (Efficacy) wird das vorgestellte Modell auch als 4-E-Modell bezeichnet.

    Vgl. auch Abbildung „Drei-Ebenen-Konzept”.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Isabelle Proeller
      Universität Potsdam, Lehrstuhl für Public und Nonprofit Management
      Professur für Public und Nonprofit Management
      Tobias Krause
      Universität Potsdam, Lehrstuhl für Public und Nonprofit Management
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Bücher

      Schedler, K.; Proeller, I.: New Public Management
      Bern: Haupt Verlag UTB, 2009

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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