Direkt zum Inhalt

dynamische Bilanztheorie

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Theorie über Inhalt und Zweck einer Bilanz.

    1. Begründet und entwickelt durch Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1919, 13. Aufl., Köln und Opladen 1962). Da der Wert der Unternehmungen von ihrer Ertragskraft bestimmt wird, gilt es, den während der Lebensdauer des Unternehmens erzielten Totalerfolg (Gesamteinnahmen - Gesamtausgaben - Kapitaleinlagen + Kapitalentnahmen) zu ermitteln, wobei die jährliche Bilanz nur den Periodenerfolg für noch nicht abgeschlossene Erfolgsvorgänge (Ausgaben, Einnahmen, Aufwendungen, Leistungen) darstellt. Die Bilanz enthält demnach nur transitorische oder antizipative Posten.

    Schema:
    Jedes Aktivum wird danach als künftige Einnahme oder künftiger Aufwand (Vorleistungen) und jedes Passivum als künftige Ausgabe oder als künftige Leistung (Nachleistungen) erklärt; Vermögens- und Schuldbestände gibt es in der dynamischen Bilanzinterpretation nicht, sondern nur schwebende Posten, die erst in späteren Perioden in den Erfolgsbildungsprozess eingehen.

    Die Bilanz dient der Ermittlung des wirtschaftlichen Erfolgs einer Periode, des Jahresgewinns, der sich aus der Differenz von Ertrag und Aufwand ergibt. Diese beiden sind von der Bewertung der Bilanzaktiven und -passiven am Stichtag abhängig, die grundsätzlich zu Anschaffungswerten angesetzt werden.

    2. Weiterentwicklung der dynamischen Bilanz durch Walb (Finanzwirtschaftliche Bilanz, 1943, 3. Aufl., Wiesbaden 1966): Unterscheidung von Konten der Zahlungsreihe (Buchung aller baren und unbaren Zahlungen) und Konten der Leistungsreihe (Buchung aller Sachgüter, Arbeits- und Dienstleistungen). Abschluss der Zahlungsreihe: Die Bilanz, die auf der Aktivseite die Summe aller Einnahmen und auf der Passivseite die Summe aller Ausgaben enthält. Abschluss der Leistungsreihe: Gewinn- und Verlustrechnung, die auf der Sollseite alle Leistungseingänge (Aufwand) und auf der Habenseite alle Leistungsausgänge (Erträge) enthält. Beide Abschlüsse ergeben erst durch Rückverrechnung in Höhe des periodengerechten Aufwands bzw. Ertrags den Periodengewinn.

    Vgl. auch Abbildung „Dynamische Bilanz”.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap dynamische Bilanztheorie Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dynamische-bilanztheorie-33010 node33010 dynamische Bilanztheorie node31477 Bilanz node33010->node31477 node34658 Doppelte Buchhaltung node34658->node31477 node46240 offene Handelsgesellschaft (OHG) node46240->node31477 node38061 Kapital node38061->node31477 node39454 Investition node39454->node31477 node27031 Bilanztheorien node27031->node33010 node27031->node31477 node32348 Erfolgsrechnung node27031->node32348 node41890 Jahresabschluss node41890->node27031 node39862 Leistungsbilanz node39862->node33010 node33703 Gewinn- und Verlustrechnung ... node39862->node33703 node49553 Zahlungsbilanz node39862->node49553 node48931 Terms of Trade node48931->node39862 node30546 Devisenmarkt node30546->node39862
      Mindmap dynamische Bilanztheorie Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dynamische-bilanztheorie-33010 node33010 dynamische Bilanztheorie node31477 Bilanz node33010->node31477 node27031 Bilanztheorien node27031->node33010 node39862 Leistungsbilanz node39862->node33010

      News SpringerProfessional.de

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Bücher auf springer.com

      Sachgebiete