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Bilanztheorien

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Bilanzauffassungen; von der Wissenschaft aus verschiedenen Anschauungen über Inhalt und Aufgaben der Bilanz und der Erfolgsrechnung entwickelte Lehrmeinungen. Die ersten Bilanztheorien entstanden bereits Ende des 19. Jh., wobei u.a. der statischen, dynamischen und organischen Bilanztheorie in der Literatur die größte Bedeutung zugemessen wurde.

    1. Die statische Bilanztheorie betont die richtige Vermögensermittlung am Bilanzstichtag. Im wissenschaftlichen Diskurs haben sich zwei Ausprägungen herausgebildet, die Fortführungs- und Zerschlagungsstatik. Während die Fortführungsstatiker von der Unternehmensfortführung ausgehen, wollen die Vertreter der Zerschlagungsstatik das Vermögen unter der Fiktion einer Unternehmenszerschlagung ermittelt wissen.

    2. Die dynamische Bilanztheorie sieht den entscheidenden Bilanzzweck nicht in der richtigen Darstellung des Vermögens, sondern in der Gewinnermittlung. Um den Gewinn richtig zu ermitteln wird eine verzerrte Vermögensdarstellung in Kauf genommen.

    3. Die organische Bilanztheorie ist im Gegensatz zur statischen und dynamischen dualistisch geprägt, da sie die Aufgabe der Bilanz sowohl in der richtigen Vermögens- als auch in der Gewinnermittlung sieht.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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