Direkt zum Inhalt

Europäische Genossenschaft (SCE)

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    (Societas Cooperativa Europaea); erlangte nach der am 21.8.2003 in Kraft getretenen Verordnung über das Statut der Europäischen Genossenschaft (SCE) durch das vom Deutschen Bundestag verabschiedete Ausführungsgesetz im August 2006 Gesetzeskraft. Sie ist eine supranationale Rechtsform, die neben Genossenschaften nationalen Rechts, in Deutschland das Genossenschaftsgesetz (GenG), tritt. Die Gründung muss von mind. fünf natürlichen bzw. juristischen Personen erfolgen, die ihren Sitz in mind. zwei EU-Mitgliedsstaaten haben müssen. Der Charakter der Mehrstaatlichkeit der Genossenschaft muss auch dadurch gegeben sein, dass die genossenschaftliche Geschäftstätigkeit sich in erheblichem Umfange auch auf wenigstens zwei Mitgliedsstaaten zu erstrecken hat. Die Mitgliederförderung bezieht sich nicht nur auf wirtschaftliche, sondern auch auf soziale und kulturelle Zwecke. Die Satzung kann nicht nutzende Mitglieder als reine Kapitalgeber zulassen. Eine wesentliche Mindestvoraussetzung ist die tatsächliche Aufbringung eines Grundkapitals von 30.000 Euro, das auch als Sachanlagen zur Verfügung gestellt werden kann. Dieses besteht aus Geschäftsanteilen, wobei sich die Haftung auf die Geschäftsanteile bezieht. In der unternehmerischen Willensbildung ist die Generalversammlung das höchste Organ der SCE, bei der prinzipiell das Eine-Person-Eine-Stimme-Prinzip gilt. Bei der SCE ist die Wahl zwischen 2 Systemen in der Entscheidungsstruktur gegeben. Es kann das dualistische System gewählt werden, das weitgehend dem dt. Genossenschaftsrecht entspricht. Es kann auch - wie in den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten - das monistische System Anwendung finden, bei dem die grundsätzliche Verantwortung für die Unternehmenspolitik bei einem Verwaltungsrat bzw. einem oder mehreren geschäftsführenden Direktoren liegt.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Europäische Genossenschaft (SCE) Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/europaeische-genossenschaft-sce-33148 node33148 Europäische Genossenschaft (SCE) node35797 Genossenschaftsgesetz (GenG) node33148->node35797 node35232 Genossenschaft node33148->node35232 node35232->node35797 node36223 Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften node36223->node35797 node36838 eingetragene Genossenschaft (eG) node36838->node35797 node33274 Genossenschaftswesen node33274->node33148 node34499 Genossenschaftslehre node33274->node34499 node36584 Gewerbebetrieb node33274->node36584 node42522 Prüfungsverband node33274->node42522 node39509 Mitgliedschaft in der ... node33274->node39509 node36690 Haftpflicht node36690->node35232 node30131 Abwickler node30131->node35232 node32890 Gewinnausschüttung node32890->node35232
      Mindmap Europäische Genossenschaft (SCE) Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/europaeische-genossenschaft-sce-33148 node33148 Europäische Genossenschaft (SCE) node35797 Genossenschaftsgesetz (GenG) node33148->node35797 node33274 Genossenschaftswesen node33274->node33148 node35232 Genossenschaft node35232->node33148

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Eduard Mändle
      HFWU,
      Hochschule für Wirtschaft und Umwelt
      Nürtingen-Geislingen
      Professor
      Prof. Dr. Markus Mändle
      Hochschule für Wirtschaft und Umwelt
      Nürtingen-Geislingen (HfWU)
      Inhaber der Professur für Volkswirtschaftslehre

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Sind Produktivgenossenschaften organisatorisch beständiger Ausdruck einer bestimmten Wirtschaftskultur oder sind sie ein in der Regel kurzlebiges wirtschaftspolitisches Instrument in Krisenzeiten?
      Im Rahmen bzw. infolge des Prozesses der europäischen Integration von der Entwicklung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums bis hin zur Bildung eines Staatenverbunds, der Europäischen Union (EU), hat sich auch ein Wandel bzw. Harmonisierungsprozess im H
      Associating the notions of usage and of European Private Law may be surprising for some. Indeed, these notions appear to be mutually unfamiliar: as a spontaneous source of law, usages do not depend on the latter to exist as a legal rule; in its …

      Sachgebiete