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Palma-Verhältniszahl

Definition

Maß zur Bestimmung der Ungleichheit der personellen Einkommensverteilung. Verhältnis der reichsten zehn Prozent der Personen (bzw. Haushalte) zu den ärmeren 40 Prozent der Personen (bzw. Haushalte).

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Die Palma-Verhältniszahl setzt den Einkommensanteil des zehnten Dezils in Relation zum Einkommensanteil der gemeinsamen unteren vier Dezile.

    Die Palma-Verhältniszahl ist ein neueres Maß zur Messung der personellen Einkommensverteilung, das vom chilenischen Ökonomen Gabriel Palma vorgeschlagen wurde. Dieser hatte festgestellt, dass in vielen Gesellschaften die eine Hälfte des Einkommens auf die Mittelklasse entfällt, während die andere Hälfte den gemeinsamen Anteil der reichsten zehn Prozent und den ärmeren 40 Prozent bildet. Während der Anteil der Mittelklasse am Einkommen relativ stabil ist, ist es bei der Verteilung innerhalb der zweiten Hälfte in vielen Gesellschaften zu teils deutlichen Veränderungen gekommen.

    Ein Vorteil dieses Verteilungsmaßes ist, dass es sensitiver für die Entwicklung an den Rändern der Einkommensverteilung ist als bspw. der Gini‐Index, der die Veränderung in der Mitte übergewichtet.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hagen Krämer
      Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
      Professor für Economics (Volkswirtschaftslehre)

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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