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Wanderungsstatistik

Definition

amtliche Statistik über die Wanderungen auf Grundlage des "Gesetzes über die Statistik der Bevölkerungsbewegung und die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes". Die Wanderungsstatistik dient der Bevölkerungsfortschreibung und stellt Informationen über die räumliche Mobilität der Bevölkerung bereit.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    In der Wanderungsstatistik werden alle Zu- und Fortzüge der Bevölkerung in Deutschland registriert. Sie erstreckt sich einerseits auf die Wanderungen über die Grenzen Deutschlands mit dem Gebietsstand nach dem 3.10.1990 (Außenwanderung) andererseits auf die Wanderungen zwischen Gemeinden innerhalb Deutschlands (Binnenwanderung). Umzüge innerhalb einer Gemeinde bleiben unberücksichtigt. Die Wanderungsstatistik beruht auf einer Auswertung der Meldeformulare der Meldebehörden, es handelt sich somit um eine Sekundärstatistik. Die Erhebung erfolgt durch die Statistischen Ämter der Länder, die Bundesergebnisse werden durch das Statistische Bundesamt (StBA) aus den Länderergebnissen ermittelt und mit geringer zeitlicher Verzögerung bereitgestellt. Bez. der Merkmale besteht eine Differenzierungsmöglichkeit der Ergebnisse nach Staatsangehörigkeit, Geschlecht, Alter, Familienstand, Religion sowie nach Ziel- bzw. Herkunftsgebiet. Die Daten der Wanderungsstatistik geben Auskunft über die räumliche Mobilität der Bevölkerung und stellen somit eine wichtige Informationsquelle für bspw. Bundes- und Landesministerien und -behörden dar. Sie liefern Informationen über die demografische Entwicklung und das Migrationsgeschehen. Daneben gehen die Ergebnisse in die Bevölkerungsfortschreibung ein.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Katrin Schmidt
      Bundesagentur für Arbeit,
      Zentrale
      Referentin Arbeitsmarktberichterstattung

      Sachgebiete