Direkt zum Inhalt

Dokumentationspflicht bei Verrechnungspreisen

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Im Steuervergünstigungsabbaugesetz (StVergAbG) mit Wirkung vom 1.1.2004 wurden die Vorschriften zur Dokumentation von Verrechnungspreisen bei grenzüberschreitenden Sachverhalten gesetzlich verankert. Demnach müssen die Geschäftsbeziehungen zum Ausland mit nahe stehenden Personen gesondert aufgezeichnet werden. Einzelheiten hinsichtlich der Anforderung an den Steuerpflichtigen hat das Bundesfinanzministerium (BMF) in seinem Schreiben „Grundsätze für die Prüfung der Einkunftsabgrenzung zwischen nahestehenden Personen mit grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen (Verwaltungsgrundsätze-Verfahren)“ vom 12.4.2005 IV B 4 - S 1341 - 1/05 (BStBl. I 570) konkretisiert. Weitere Einzelheiten zu Art, Inhalt und Umfang der Aufzeichnungen regelt die Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV). Zudem hat das BMF ein fortlaufend zu aktualisierendes Glossar „Verrechnungspreise“ als verwaltungsinterne Arbeitshilfe herausgegeben, zuletzt mit BMF-Schreiben vom 19. Mai 2014. 

    Hier geht es um den Fremdvergleichsgrundsatz, um eine Gewinnverlagerung über Verrechnungspreise im Konzern in Niedrigsteuerländer zu vermeiden. Aus den nach § 90 III AO zu erstellenden Aufzeichnungen muss ersichtlich sein, welchen Sachverhalt der Steuerpflichtige im Rahmen seiner Geschäftsbeziehungen i.S.d. § 1 IV AStG mit nahe stehenden Personen i.S.d. § 1 II AStG verwirklicht hat und ob und inwieweit er diesen Geschäftsbeziehungen Bedingungen einschließlich von Preisen zugrunde gelegt hat, die erkennen lassen, dass er den Grundsatz des Fremdverhaltens (Fremdvergleichsgrundsatz) beachtet hat.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Dokumentationspflicht bei Verrechnungspreisen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dokumentationspflicht-bei-verrechnungspreisen-33730 node33730 Dokumentationspflicht bei Verrechnungspreisen node34816 Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV) node33730->node34816 node45288 Steuerpflichtiger node34816->node45288 node39883 Mitwirkungspflicht node34816->node39883 node30696 Außenprüfung node34816->node30696 node43961 Schätzung node34816->node43961
      Mindmap Dokumentationspflicht bei Verrechnungspreisen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dokumentationspflicht-bei-verrechnungspreisen-33730 node33730 Dokumentationspflicht bei Verrechnungspreisen node34816 Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV) node33730->node34816

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Michael Bartsch
      Steuerberater Prof. Michael Bartsch
      Diplom-Finanzwirt

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Im vorangegangenen Kapitel haben wir einige vorprozessuale Einflussmöglichkeiten des Steuerpflichtigen skizziert. Dabei sollte die besondere Bedeutung grundlegender verfahrensrechtlicher Bestimmungen deutlich geworden sein. Die Kenntnis von und …
      In diesem Kapitel werden die Änderungen beschrieben und analysiert, die durch das BEPS-Projekt im Rahmen der Verrechnungspreisdokumentation eingeführt wurden. Des Weiteren soll untersucht werden, ob die OECD die durch ihre Änderungen …
      Die Rechtsnormen zur Funktionsverlagerung werfen sowohl bei den Steuerpflichtigen als auch bei der Finanzverwaltung viele Fragen auf. So sind sieben Jahre nach der Einführung der Funktionsverlagerungsbesteuerung i. S. d. § 1 Abs. 3 Satz 9 ff. AStG …

      Sachgebiete