Direkt zum Inhalt

E-Book

Definition

Ein E-Book ist ein elektronisches Buch. Es wird mit einem Handy, Smartphone, Reader, Tablet oder einem anderen elektronischen Gerät, das mit einem Display ausgestattet ist, gelesen und betrachtet. Man kann es multimedial aufbereiten und mit Links ergänzen, sodass es zum Enhanced oder Enriched E-Book wird. Es haben sich spezielle Genres wie Handyromane herausgebildet, die nicht ohne weiteres unter den Begriff des E-Books subsumiert werden können.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Allgemein: Ein E-Book ist ein elektronisches Buch. Es wird mit einem Handy, Smartphone, Reader, Tablet oder einem anderen elektronischen Gerät, das mit einem Display ausgestattet ist, gelesen und betrachtet. Man kann es multimedial aufbereiten und mit Links ergänzen, sodass es zum Enhanced oder Enriched E-Book wird, also zum verbesserten, erweiterten oder angereicherten elektronischen Buch. Bei einem klassischen E-Book, etwa im PDF- oder EPUB-Format, bleibt das Buchhafte erhalten; es besteht zwar kein Buch als Ding, aber als Werk. Handyromane und Enriched Books vermögen selbst Werkgrenzen aufzulösen.

    2. Produktion: Das elektronische Dokument, das dem konventionellen Buch vorausgeht, ist meist auch der Ausgangspunkt beim E-Book. Es wird in geeignete Formate überführt, mit Metadaten und Zugriffsrechten versehen sowie – bei Enriched E-Books – mit Grafiken, Fotos, Videos und Links angereichert. Handyromane werden speziell für das Handy bzw. Smartphone konzipiert. Sie sind oft von geringem Umfang oder in Folgen aufgeteilt und werden von einzelnen Autoren oder Communities geschrieben. Spezialisierte und etablierte Verlage drucken sie im Erfolgsfalle nach, gerade im Ursprungsland Japan. Deshalb und wegen ihrer Besonderheit als Genre können sie nicht ohne weiteres unter den Begriff des E-Books subsumiert werden. Übersetzungshilfen und Leserkommentare sowie Augmented Reality erweitern das E-Book weiter.

    3. Vertrieb: E-Books werden über Onlinehändler vertrieben, über spezielle Plattformen im Web oder über mobile Shops. Manche Plattformen ermöglichen zusätzlich die Produktion der Bücher bzw. die Umwandlung von Vorlagen in geeignete Formate, decken also wesentliche Teile der Wertschöpfungskette ab. Die Titel werden vom Benutzer auf das mobile Gerät heruntergeladen. Je nach Geschäftsmodell können Anbieter und Benutzer in unterschiedlicher Freiheit über sie verfügen; manche Anbieter erlauben sich den Remotezugriff und die nachträgliche Anpassung und Löschung. Immer mehr Autoren verzichten auf die althergebrachten Mittler und bringen Werke – die sie mithilfe von Grafikern, Lektoren und Korrektoren professionalisieren – selbst auf den Markt.

    4. Diskussion: Verlagswesen, Buchhandel und Literaturbetrieb im deutschsprachigen Raum standen dem E-Book lange skeptisch gegenüber. Nach dem Boom von Readern und Tablets gehörte es zum guten Ton, zum gedruckten Buch eine elektronische Alternative anzubieten. Mediale Möglichkeiten wurden dabei selten ausgereizt, vielversprechende Geschäftsmodelle kaum umgesetzt. In den ersten Jahren waren E-Books zu Literaturwettbewerben nicht zugelassen. Inzwischen gibt es spezielle Preise und Förderungen. Es werden Werke angeboten, die menschlichem Ungenügen oder automatisierter Produktion entspringen, oder aber trotz bzw. wegen ihrer Einzigartigkeit von keinem etablierten Verlag akzeptiert worden wären. Zwischen der Rezeption traditioneller Bücher und klassischer E-Books existieren kaum Unterschiede. Bei zunehmender Multimedialisierung und Hypertextifizierung treten allerdings diejenigen Mechanismen in Kraft, die man von Internet und WWW her kennt. Die Benutzer werden daran gewöhnt, kurze Einheiten ohne ausreichenden Kontext zu konsumieren, durch Bilder, Videos, Kommentare und verlinkte Ressourcen abgelenkt sowie im schlimmsten Fall in ihrer Vorstellungskraft geschwächt.

    Mindmap E-Book Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/e-book-53607 node53607 E-Book node53628 Augmented Reality node53607->node53628 node52275 Geschäftsmodell node53607->node52275 node37192 Internet node53607->node37192 node42040 Produktion node53607->node42040 node29838 Absatzmarkt node53607->node29838 node34215 E-Commerce node34215->node37192 node54243 Virtuelle Realität node54243->node53628 node48161 Werbung node53628->node48161 node54080 Wirtschaft node54080->node42040 node54032 Industrie 4.0 node54032->node42040 node45598 Produktionsfaktoren node28662 Dienstleistungen node51842 Web 2.0 node51842->node37192 node54101 Big Data node54101->node37192 node52673 Soziale Medien node52673->node53628 node52673->node37192 node47410 Theorie der Unternehmung node47410->node29838 node29737 Beschaffungsmarkt node41281 monopolistische Preisbildung node41281->node29838 node42040->node45598 node42040->node28662 node29838->node29737 node29838->node42040 node54194 Disruptive Technologien node54194->node52275 node53360 Cloud Computing node53360->node52275 node44033 Personalmanagement node44033->node52275 node54195 Digitalisierung node54195->node52275 node54088 Wearables node54088->node53628
    Mindmap E-Book Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/e-book-53607 node53607 E-Book node52275 Geschäftsmodell node53607->node52275 node29838 Absatzmarkt node53607->node29838 node37192 Internet node53607->node37192 node42040 Produktion node53607->node42040 node53628 Augmented Reality node53607->node53628

    News SpringerProfessional.de

    Literaturhinweise SpringerProfessional.de

    Bücher auf springer.com

    Sachgebiete