Direkt zum Inhalt

Elementarschadenversicherung

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Versicherungen gegen Schäden aus Elementargefahren, d.h. Naturereignissen wie Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Erdbeben, Seebeben, Sturmflut, Erdrutsch, Erdsenkung, Dürre, Hitze, Kälte, Frost, Lawinen und Schneedruck, Vulkanausbruch.

    2. Elementargefahrenversicherung in der Praxis: Zahlreiche Versicherungszweige enthalten entweder durch expliziten Einschluss oder durch die Deckung unbenannter Gefahren einen mehr oder minder umfassenden Versicherungsschutz gegen Elementargefahren. Ergänzend z.B. zur verbundenen Hausratversicherung, verbundenen Wohngebäudeversicherung und gebündelten Geschäftsversicherung, die standardmäßig die Elementargefahren Sturm, Hagel, Blitzschlag und Frost abdecken, kann zusätzlich eine erweiterte Elementargefahrenversicherung gegen die Gefahren Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch, Erdsenkung, Lawinen und Schneedruck, ggf. auch Vulkanausbruch abgeschlossen werden. Bei industriellen Risiken kann die Abdeckung der Elementargefahren über die Extended-Coverage-Versicherung erfolgen.

    3. Probleme: Die versicherungstechnischen Herausforderungen bei der Elementargefahrenversicherung liegen in der möglichen Kumulierung von Schäden aus einem Schadenereignis, in der hohen Volatilität des Schadenverlaufs über die Zeit und im hohen Änderungsrisiko aufgrund des Klimawandels. Unter Solvency II wird im quantitativen Modell i. Allg. das Elementarschadenrisiko unter „NatCat“ (engl. Abk. für Naturkatastrophen) gesondert erfasst und mit Risikokapital unterlegt. Das NatCat-Risiko gehört zu den Risiken in der Schaden-/Unfallversicherung mit den höchsten Anforderungen an die Ausstattung mit Risikokapital.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Elementarschadenversicherung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/elementarschadenversicherung-32134 node32134 Elementarschadenversicherung node48402 Versicherungszweige node32134->node48402 node33966 Extended-Coverage-Versicherung node32134->node33966 node52424 Klimawandel node32134->node52424 node51506 Kfz-Versicherung node48402->node51506 node47421 Versicherungsgesellschaft node47421->node48402 node49597 Underwriter node49597->node48402 node36618 Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung node33966->node36618 node38531 Leitungswasserversicherung node38531->node33966 node40534 Industrieversicherung node40534->node33966 node52340 IPCC node52424->node52340 node52341 Klimarisiken node52424->node52341 node49542 verbundene Wohngebäudeversicherung node49542->node52424
      Mindmap Elementarschadenversicherung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/elementarschadenversicherung-32134 node32134 Elementarschadenversicherung node48402 Versicherungszweige node32134->node48402 node33966 Extended-Coverage-Versicherung node32134->node33966 node52424 Klimawandel node32134->node52424

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Fred Wagner
      Institut für Versicherungswissenschaften e.V.
      an der Universität Leipzig Vorsitzender des Vorstandes

      Bücher

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Angesichts steigender Hochwasserrisiken gewinnen private Schutzmaßnahmen auf Haushaltsebene an Relevanz. Wir untersuchen die technische und verhaltensbasierte Hochwasservorsorge von mehr als 3200 privaten Haushalten in Deutschland anhand eines …
      Urteil des OLG Frankfurt a. M. (Az.: 7 U 53/16): Die Elementarschadenversicherung muss nicht für Hochwasserschäden an einem im Flussbett stehenden Wehr aufkommen. Ein Hochwasser innerhalb des Bettes eines oberirdisch fließenden Gewässers stellt …
      Hochwassergefahren haben, sofern sie wahrgenommen werden, einen negativen Einfluss auf Immobilienpreise und tragen damit signifikant zur Wohlfahrtsminderung bei. Interdisziplinäre Ansätze aus dem Bauingenieurwesen und der Immobilienökonomie …

      Bücher auf springer.com

      Sachgebiete