Direkt zum Inhalt

Geldmengenziel

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Festlegung einer geplanten Geldmengensteigerung, die als stabilitätsgerecht angesehen wird und an einem sog. Referenzwert, der sich an dem weit gefassten Geldmengenaggregat M3 (Geldmenge) orientiert, quantifiziert wird. Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) orientiert sich bei der Ableitung des Geldmengenziels an den Vorstellungen einer potenzialorientierten Geldpolitik (potenzialorientierte Wirtschaftspolitik). Der Referenzwert wird aus der Summe von drei Komponenten gebildet:
    (1) Dem mittelfristigen Trendwachstum des realen Bruttoinlandsproduktes,
    (2) der Änderung der Umlaufsgeschwindigkeit von M3 und
    (3) der mit dem Ziel der Preisniveaustabilität vereinbaren Steigerung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Letzterer Bestandteil ist mit dem von der Deutschen Bundesbank angewendeten Konzept des normativen Preisanstiegs (bis 1984 fand die Sprachregelung des unvermeidlichen Preisanstiegs Anwendung) vergleichbar, das die von der Bundesbank in der mittleren Frist maximal zu tolerierende Inflationsrate bei zwei Prozentpunkten geldpolitisch operationalisierte und das auch von der EZB in gleicher Weise übernommen wurde.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Geldmengenziel Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldmengenziel-32422 node32422 Geldmengenziel node34073 Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) node32422->node34073 node44950 potenzialorientierte Wirtschaftspolitik node32422->node44950 node32198 Geldmenge node32422->node32198 node35891 Europäisches System der ... node32422->node35891 node44575 Produktionspotenzial node51534 VPI-EWR node51534->node34073 node38245 Inflationsrate node38245->node34073 node46290 Statistisches Bundesamt (StBA) node47916 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) node34073->node46290 node34073->node47916 node31415 Angebotspolitik node29345 Allgemeine Wirtschaftspolitik node44950->node44575 node44950->node31415 node44950->node29345 node38195 monetäre Finanzinstitute (MFI) node32198->node38195 node40297 Mindestreservepolitik node40297->node35891 node45933 Offenmarktgeschäft node45933->node35891 node33294 Europäische Währungsunion (EWU) node34043 Geldpolitik node34043->node35891 node35891->node33294 node41881 Monetarismus node41881->node32198 node42255 postkeynesianische Geldtheorie node42255->node32198 node36724 Geldvolumen node36724->node32198 node33530 Durchschnittsziel node33530->node32422
      Mindmap Geldmengenziel Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldmengenziel-32422 node32422 Geldmengenziel node32198 Geldmenge node32422->node32198 node35891 Europäisches System der ... node32422->node35891 node44950 potenzialorientierte Wirtschaftspolitik node32422->node44950 node34073 Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) node32422->node34073 node33530 Durchschnittsziel node33530->node32422

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Budzinski
      University of Southern Denmark,
      Campus Esbjerg,
      Department of Environmental and
      and Business Economics
      Professor of Business Economics
      PD Dr. Jörg Jasper
      EnBW AG
      Senior Economist
      Prof. Dr. Albrecht F. Michler
      Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      außerplanmäßiger Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Um die Bedeutung des bisherigen Refinanzierungsinstrumentariums und damit auch der Leitzinsfixierung für das geldpolitische System der Bundesrepublik besser erfassen zu können, soll an dieser Stelle das strategische Konzept der Bundesbank für ihre …
      Vor dem Hintergrund der dargelegten geldpolitischen Konzeptionen beider Zentralbanken sollen im letzen Teil dieser Arbeit die praktische Geldmengenpolitik in Deutschland und Frankreich genauer untersucht werden. Die folgenden Ausführungen befassen …
      Ab Mitte der 70er Jahre vollzog sich in vielen Industrieländern ein Wechsel in der geldpolitischen Konzeption: Die Notbanken gingen dazu über, als Zwischenziel der Geldpolitik ex ante (zumeist für ein Jahr im voraus) eine von ihnen angestrebte …

      Sachgebiete