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Hörfunkprogrammelement

Definition

Alle Programm­bestandteile, die das gesamte Angebot eines Hörfunkprogramms ausmachen. Dazu gehören Musiktitel, Moderation, sonstige Wortbeiträge und sog. Verpackungselemente (Bumper, Stinger, Jingle etc.).

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    alle Pro­gramm­bestandteile, die das gesamte Angebot eines Hörfunkprogramms ausmachen. Dazu gehören Musiktitel, Moderation, sonstige Wortbeiträge und sog. Verpackungs­elemente (Bumper, Stinger, Jingle etc.). Zu den wesentlichen Wort-Elementen im Hörfunk gehören:

    • Nachrichten: Meistgenutzte Wortangebote im Hörfunk. Nachrichten dienen der verlässlichen, aktuellen Information zu festgelegten Zeiten und gelten – neben der Musik – als bestimmender Faktor für das Einschaltverhalten vieler Hörer. Unterscheiden lassen sich klassische, ausschließlich von einem Sprecher verlesene Meldungs-Nachrichten, Kurznachrichten mit Überblickscharakter in verlesener Schlagzeilenform und sog. Original-Ton (O-Ton)-Nachrichten, die zusätzlich kurze Einspielungen enthalten. Diese eingespielten O-Töne ergänzen den Nachrichtentext, veranschaulichen ihn und vermitteln Authentizität. Es gibt drei Arten von Nachrichten-O-Tönen: Das Statement einer handelnden Person, z.B. eines Politikers, den Bericht eines Korrespondenten oder Reporters vor Ort und den Kurzbeitrag eines Redaktionsmitarbeiters, der ein aktuelles Ereignis zusammenfasst.

    • Bericht: Vom Berichterstatter/ Reporter gesprochener Worttext, der Informationen über Ereignisse, Tatsachen und Meinungen ohne wertende Zusätze des Autors enthält.

    • Bericht mit Einblendungen: Wird auch als „gebauter Beitrag“ bezeichnet; enthält neben dem reinen Worttext des klassischen Beitrags zusätzlich auch kleine Ton-Dokumente. Bei diesen sog. „Einblendungen“ handelt es sich um authentische Wortaufnahmen, also z.B. um Ausschnitte aus Interviews oder um Stellungnahmen.

    • Reportage: Tatsachenbetonte, aber subjektiv gefärbte Form der Bericht­erstattung über Situationen und Ereignisse. Der Reporter schildert seine eigenen Sinneseindrücke und erzeugt mithilfe einer möglichst plastischen Ausdrucksweise eine Art „Kino im Kopf“ des Hörers. Die Reportage kann „live“ vom Ort des Geschehens kommen oder ein reportierendes Stück sein, das nachträglich produziert wird und in das der Autor vor Ort gesammelte O-Töne „eingebaut“ hat.

    • Interview: Der direkte Dialog des Moderators oder Reporters mit einem Gesprächspartner (Korrespondenten, Politiker, Fachexperten, Hörer) im Studio, am Telefon oder direkt vor Ort. Das Interview kann live geführt werden oder aufgezeichnet sein. Das Live-Interview ist eine geeignete Form, um im Hörfunk schnell auf aktuelle Geschehnisse reagieren zu können.

    • Kommentar: Meinungsäußerung zu einem aktuellen Thema oder Ereignis. Gibt die subjektive Einschätzung des Autors wieder und sollte daher immer explizit als Kommentar gekennzeichnet werden (z.B. durch entsprechenden Jingle). Kann dem Hörer durch das Einordnen einer Nachricht Denkanstöße geben und es ihm erleichtern, sich zu der Thematik eine eigene Meinung zu bilden.

    • Glosse: Knappe Meinungsäußerung kritischer und zugleich meist feuilletonistischer Art. Charakteristisch für die Glosse ist die zugespitzte Form der Argumentation, die Nutzung eher umgangs­sprach­lich gefärbter Formu­lierungen sowie die Verwendung von Stilmitteln wie Ironie und Satire.

    • Feature: Hörbild, eine auf einen Gesichtspunkt zugespitzte Reportage, die mehr Subjektivität und mehr literarische Elemente erlaubt. „Akustische Ausdrucksform, die einen an sich undramatischen Stoff durch Effekte belebt“ (Kurt Reumann). Trotz des Einsatzes künstlerischer Gestaltungs­elemente wie Musik und Geräusche ist das Feature im Gegensatz zum Hörspiel keine phantasiebetonte Form. Der Autor kann sich daher nicht auf den sog. Kunstvorbehalt des Grundgesetzes (Art. 5, III GG) berufen, sondern muss sicherstellen, dass seine Fakten auch korrekt sind.

    • Hörspiel: Phantasiebetonte Form, bei der zusätzlich zur Sprache weitere akustische Gestaltungsmittel (Musik, Geräusche etc.) eingesetzt werden. Hörspiele basieren meist auf literarischen Vorlagen, die akustisch umgesetzt werden.

    • Comedy: Unterhaltsame Kleinkunst­elemente als Serie oder einzelne Sketche in unterschiedlichen Programmformaten.

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