Direkt zum Inhalt

Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)

Definition

Die KEF ist ein unabhängiges Sachverständigengremium, das durch Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder am 20.02.1975 gegründet wurde und sich mit der Überprüfung und Bestimmung der Höhe der Rundfunkgebühr befasst. Aufgaben und Zusammensetzung der KEF sind im Rundfunkfinanzierungs-Staatsvertrag (RFinStV) in den §§ 1 bis 7 festgelegt.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Die KEF ist ein unab­hängiges Sachverständigengremium, das durch Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder am 20.2.1975 gegründet wurde. Aufgabe der KEF ist es, unter Beachtung der Programm­autonomie der Rundfunkanstalten den von diesen angemeldeten Finanzbedarf zu überprüfen, den Finanzbedarf festzu­stellen und auf dieser Grundlage Empfeh­lungen über die Höhe der Rundfunkgebühr abzugeben. Aufgaben und Zusammensetzung der KEF sind im Rundfunkfinanzierungs-Staatsvertrag (RFinStV) in den §§ 1 bis 7 festgelegt.

    2. Aufgaben: Aufgabe der KEF ist die Überprüfung und Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten unter Beachtung der Programmautonomie. Gegen­stand der Überprüfung ist die Frage, ob sich die Programmentscheidungen im Rahmen des rechtlich umgrenzten Rundfunkauftrages halten und ob der aus ihnen abgeleitete Fi­nanz­be­darf im Einklang mit den Grund­sätzen von Wirtschaftlichkeit und Spar­samkeit ermittelt wor­den ist. Die Feststellung des Finanzbedarfs der Rund­funk­anstalten erfolgt auf der Grundlage der Methode des Index­gestützten Integrierten Prüf- und Berech­nungs­verfahren (IIVF). Dadurch ist eine objektivierte/ transparente und somit für Dritte nachvollziehbare Ermittlung des Finanz­bedarfs der Rundfunk­anstalten gegeben. Bei der Überprüfung und Ermittlung des Finanzbedarfs sind die Rundfunk­anstalten ange­messen zu beteiligen. Vor der abschließenden Meinungsbildung in der KEF ist den Rundfunkanstalten und der Rundfunk­kommission der Länder Gelegenheit zur Stellungnahme und Erörterung zu geben. Zu diesem Zweck wird den Institutionen der Berichtsentwurf der KEF zugesandt.

    3. Bericht: Der Prüfbericht der KEF ist den Landesregierungen nach § 3 IIX RFinStV mindestens alle zwei Jahre zu erstatten. Gegenstand des Prüfberichts ist
    a) die Darstellung der Finanzlage der Rundfunkanstalten und
    b) die Beurteilung, ob und in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt eine Änderung der Rundfunk­gebühren erforderlich ist. Die KEF weist zugleich auf die Notwendigkeit und Möglichkeit für eine Änderung des Finanzausgleichs der Rund­funkanstalten hin. Weiterhin beziffert sie prozentual und beitragsmäßig die Aufteilung der Gebühren im Verhältnis von ARD und ZDF und den Beitrag des Deutschlandradios. Der Prüfbericht bildet die Grundlage für die Entscheidung der Landesregierungen und der Landesparlamente.

    4. Zusammensetzung: Die Kommission besteht aus 16 unabhängigen Sachverständigen, die jeweils für eine Dauer von fünf Jahren von den Ministerpräsidenten der Länder berufen werden (§ 4 V RFinStV). Eine Wiederberufung ist zulässig. Elf der 16 Sachverständigen sollen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung, Betriebswirtschaft, Rund­funk­recht, Medienwirtschaft und Medien­wissen­schaft sowie Rundfunktechnik und fünf Sachverständige aus den Landesrechnungs­höfen berufen werden. Die Kosten der KEF und ihrer fachlich und haushalts­mäßig unabhängigen Geschäftstelle werden vorab durch die Rundfunkgebühr gedeckt.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kommission-zur-ermittlung-des-finanzbedarfs-der-rundfunkanstalten-kef-52644 node52644 Kommission zur Ermittlung ... node52630 Rundfunkstaatsverträge node52630->node52644 node52648 Fernsehen node52630->node52648 node52632 Hörfunk node52630->node52632 node51238 Telemedien node52630->node51238 node52609 Digital Audio Broadcasting ... node52609->node52644 node52609->node52632 node52626 Digital Video Broadcasting ... node52609->node52626 node52631 Rundfunksystem duales node52631->node52644 node52631->node52630 node52631->node51238 node52683 Drei-Stufen-Test node52631->node52683 node35888 Einschaltquote node52631->node35888
      Mindmap Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kommission-zur-ermittlung-des-finanzbedarfs-der-rundfunkanstalten-kef-52644 node52644 Kommission zur Ermittlung ... node52630 Rundfunkstaatsverträge node52630->node52644 node52609 Digital Audio Broadcasting ... node52609->node52644 node52631 Rundfunksystem duales node52631->node52644

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Insa Sjurts
      Universität Hamburg
      Geschäftsführerin der Hamburg Media School, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Medienmanagement

      Bücher

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Von vielen wird die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) als Buhmann angesehen. Sie kürze den Bedarf der Sender, verlange immer neue Einsparsummen und lege zugleich die Höhe des Rundfunkbeitrags fest. Doch …
      Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) wurde erstmals 1975 von den Ministerpräsidenten der Bundesländer eingesetzt. Nach dem Gebührenurteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 1994 wurde die Kommission im
      Imfolgenden Kapitel wird das Buch als ältestes publizistisches Medium zunächst semiotisch und technisch charakterisiert: Herstellung und Verbreitung technisch und massenhaft mittels Druckpresse (und mittlerweile auch in digitalem Format) …

      Sachgebiete