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Kumulierter Energieaufwand (KEA)

Definition

Der Kumulierte Energieaufwand (KEA) ist ein eindimensionales Verfahren zur Ökobilanzierung. Der KEA bildet die Summe aller Primärenergieinputs, die für ein Produkt oder eine Dienstleistung aufgewendet werden.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Abk. KEA; 1. Entstehung: Entwickelt wurde die Methode Anfang der 1990er-Jahre in Zusammenarbeit des Öko-Instituts, der Bauhaus-Universität Weimar, des Instituts für ressourcenschonendes Bauen, der Universität Karlsruhe und des Instituts für Industrielle Bauproduktion. Der KEA wird auch in der VDI-Richtlinie 4600, die im Rahmen der VDI-Gesellschaft Energietechnik entstand, beschrieben.

    2. Geltungsbereich und Systemgrenze: Die Methode des Kumulierten Energieaufwandes ist weltweit anwendbar. Die Systemgrenze ist hierbei „Cradle-to-Gate“ (s. Cradle-to-Cradle).

    3. Bewertungsobjekt und -größe: Mithilfe des KEA können Produkte und Dienstleistungen hinsichtlich ihrer Energieflüsse und ihrer Energiebindung bewertet werden.

    4. Ziele und Annahmen: Der KEA stellt den Primärenergieverbrauch von Herstellung, Nutzung und Entsorgung eines Produkts oder einer Dienstleistung dar. So ermöglicht er eine energetische Beurteilung und einen Vergleich zwischen Alternativen. Bei der Bewertung wird angenommen, dass die Energiebereitstellung ein Indikator für Umweltaspekte ist.

    5. Kritische Würdigung: Der KEA liefert erste Anhaltspunkte für Umweltwirkungen und die dafür notwendigen Daten sind teilweise in Datenbanken erfasst und gut ermittelbar. Außerdem ist das Ergebnis für den Entscheidungsträger leicht zu interpretieren und zu verstehen. Der Energieverbrauch, der durch die eindimensionale Kennzahl dargestellt wird, kann jedoch kein umfassendes Bild aller Umweltwirkungen bieten. Ebenfalls erschweren verschiedene Berechnungsmethoden die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit.

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      Verein Deutscher Ingeniure: Kumulierter Energieaufwand
      Düsseldorf, 1995

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