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Leistungsgebot

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    ist die an den Steuer- bzw. Haftungsschuldner gerichtete Aufforderung, einen bestimmten Abgabenbetrag bis zu einem bestimmten Termin an die Finanzkasse zu entrichten. Es ist ein Verwaltungsakt, wird regelmäßig mit dem entsprechenden Steuer- bzw. Haftungsbescheid (§ 219 AO) verbunden, und ist Voraussetzung für den Beginn des Vollstreckungsverfahrens (§ 254 I AO). Eines Leistungsgebotes bedarf es nicht, wenn
    (1) eine aufgrund einer Steueranmeldung geschuldete Leistung nicht erbracht worden ist,
    (2) bestimmte steuerliche Nebenleistungen zusammen mit der Hauptleistung beigetrieben werden (§ 254 II AO).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Michael Bartsch
      Steuerberater Prof. Michael Bartsch
      Diplom-Finanzwirt

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Dieser grundlegende Text von Paul Münch erschien erstmals 1992, zuletzt als Kapitel in dem 1998 veröffentlichten Buch zu „Lebensformen in der frühen Neuzeit. 1500 bis 1800“ und ist hier mit Genehmigung des Autors – unverändert – wieder abgedruckt.
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